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Cannabis Tee Zubereitung, Wirkung und Genuss

Ein Teeglas mit Wasser ist zu sehen, in dem eine Cannabisblüte schwimmt. Also ein Cannabis-Tee. Daneben und dahinter sind Cannabisblätter zu erkennen.

Inhaltsverzeichnis

Mila Grün

Mila Grün Chefredakteurin der cannabib

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In der Welt der natürlichen Heilmittel und Entspannungstechniken hat sich Cannabis-Tee als eine wohlschmeckende Option etabliert. Mit seiner langen Geschichte als traditionelles Heilmittel und seiner wachsenden Popularität in modernen Wellness-Kreisen bietet Cannabis-Tee eine sanfte Möglichkeit, die beruhigenden und heilenden Eigenschaften von Cannabis zu genießen, und zwar nicht zwingend mit den intensiven Effekten des Rausches. Cannabis-Tee kann als beruhigenden Getränk, für Körper, Geist und Seele genutzt werden.

Auf der Cannabibliothek befinden sich bereits einige leckere Rezepte für die Herstellung von Edibles, die eine wunderbare Alternative zum Rauchen oder Vaporisieren bieten, um Cannabis einzunehmen und zu genießen. In diesem Beitrag lernst du, wie du auf eine gesunde Art Cannabis als Getränk, in Form von Cannabis-Tee zubereiten, zu dir nehmen und den Effekt genießen kannst. Außerdem erklären wir die Unterschiede zwischen den Hanftees und worauf du bei der Zubereitung achten solltest. 

Cannabis-Tee

Cannabis Tee. Eine Tasse mit Tee steht auf Cannabisblüten. Das Trinken von Tees ist eine alte und bewährte Methode, um die Wirkung verschiedener Kräuter, Pflanzen und Beeren für sich zu nutzen. Die Teesorten werden, je nach Inhalt, vor allem zur Beruhigung, zur Entspannung oder auch zur Genesung getrunken. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten, um Leiden zu stillen und Entspannung zu erzeugen. Der Einsatz von Cannabis-Tee erzielt bei diesen gewünschten Wirkungen wunderbare Effekte. Je nachdem, welche Sorte von Cannabis für den Tee verwendet wird, wann und wie stark dieser getrunken wird, hat Cannabis-Tee unterschiedliche Auswirkungen.

Die Hersteller

Es gibt derzeit einige Hersteller, die Tee mit Cannabis bzw. Hanfblättern oder Blüten anbieten. Bei der Wahl der Tees sollte man allerdings immer darauf achten, wie viel Cannabis bzw. Hanf sich in der Teemischung befindet, welche Kräuter noch eingesetzt werden und was mir besonders wichtig ist, dass der Tee in guter BIO Qualität hergestellt wurde, in regionalem Anbau.

Diese Kriterien des gesunden Hanftees erfüllen zum Beispiel die GreenPioneers® mit den Hanf Teaballs oder der „Rhöner Hecke“. Und auch die Firma Malantis stellt unterschiedliche Teemischungen her. Hier kann man mit gutem Gewissen Tee aus Hanf kaufen.

Des Weiteren ist Cannabis-Tee eine wunderbare Möglichkeit, um Reste beim Growen zu verwerten, die übrigen Blätter können zu Tee verarbeitet werden. Dafür werden die Blätter- und Blütenreste decarboxyliert und zum Trocken in einem Glas aufbewahrt.

Die Wirkung

Bei der Verwendung eines Tees, der legal auf dem freien Markt erworben wurde, handelt es sich um (CBD-haltigen) Nutzhanf, der keinerlei berauschende Wirkung hat.

Morgens kann eine Tasse Hanftee pur oder gemischt mit grünem Tee, Mate oder Matcha belebend wirken und hilft dabei, in den Tag zu starten. Am Abend dagegen wirkt eine starke Tasse CBD-Tee in Verbindung mit etwa Lavendel oder Baldrian beruhigend und hilft beim Einschlafen. Natürlich können für den Geschmack noch weitere Kräuter dazu gemischt werden.

Purer Hanftee mit etwas Honig beruhigt die Nerven und ist eine vielversprechende Möglichkeit, um CBD aufzunehmen. In diesem Beitrag erfährst du, welchen Nutzen die Cannabinoide CBD und THC haben können.

Neben den Cannabinoiden wie CBD spielen auch die Terpene eine große Rolle bei der Wirkung des Hanftees. Diese aromatischen Pflanzenstoffe beeinflussen nicht nur den Geschmack, sondern auch den Effekt: Myrcen wirkt beruhigend, Linalool entspannend, während Limonen eher stimmungsaufhellend sein kann. Je nach Sorte und Zubereitung kann ein legaler CBD-Tee also durchaus unterschiedliche Wirkungen entfalten – von beruhigend bis leicht aktivierend, jedoch ohne psychoaktiven Rausch. Wer gezielt entspannen oder kreativ werden möchte, sollte Sorte und Wirkung bewusst aufeinander abstimmen.

Cannabis Tee mit THC

Sollte der Cannabis Tee dazu dienen, eine berauschende Wirkung zu erzielen, müssen THC haltige Cannabisblüten und Blätter verwendet werden. Auch Ärzt*innen empfehlen ihren Patient*innen die Einnahme ihres Cannabis durch die Zubereitung von Tee, falls sie mit einer anderen Form der Einnahme nicht vertraut sind und diese auch nicht austesten möchten. Wobei diese Art der medizinischen Einnahme eher schlecht einzuschätzen ist und eine lange Zeit der Übung und Dosisfindung mit sich bringt.

In dem Beitrag über die Einnahme medizinischer Cannabisblüten ist eine ärztliche Anweisung für eine Teezubereitung mit Cannabis zu finden.

Doch für die Freizeitkonsumenten ist ein Cannabis-Tee mit THC haltigen Blüten eine wunderbare, leckere und gesunde Möglichkeit, um high zu werden. Am besten wird der Tee auf leeren Magen getrunken, damit die Verdauung des THC´s nicht zu lange andauert. Nach ca. 30-90 Minuten setzt die Wirkung ein. Diese kann dann bis zu 12 Stunden andauern. Deswegen ist es wichtig, den Tee erst mal nicht zu stark zu dosieren und den Effekt vorerst abzuwarten, bevor nachdosiert wird.

Die Wirkung kann bei einer Überdosierung sehr stark sein. Gut dosiert ist sie sanft und sorgt für ein wohliges Gefühl.

Daneben beeinflussen auch die verwendeten Pflanzenteile die Intensität: Blüten sorgen für die stärkste Wirkung, Blätter sind milder und gut für Einsteiger geeignet. Stängel enthalten nur geringe Mengen an THC, müssen jedoch deutlich länger gekocht werden (mindestens 60 Minuten) und eignen sich vor allem zur Resteverwertung beim Eigenanbau.

Wichtig ist, die Cannabissorte bewusst auszuwählen: THC-dominante Sorten wirken psychoaktiv, während ausgewogene oder CBD-reiche Sorten eher entspannend, aber nicht berauschend sind. Auch das Terpenprofil beeinflusst die Wirkung – Limonen wirkt eher belebend, Myrcen beruhigend.

Sollte es doch einmal zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Nervosität, Kreislaufproblemen oder Unwohlsein kommen, helfen einfache Maßnahmen: viel Wasser trinken, sich hinlegen, frische Luft oder ein leichter Snack. Auch CBD-haltiger Tee kann helfen, die THC-Wirkung abzumildern. Wichtig ist, ruhig zu bleiben – die Wirkung klingt zuverlässig wieder ab.

THC haltigen Cannabis Tee Zubereitung

Cannabis Tee Zubereitung. Einige Faktoren gilt es zu beachten.

Es wird benötigt:

  • 250 ml Wasser
  • ca. 0,15 g – 0,5 g Cannabis zerkleinert
  • ein Schluck Milch oder ein Löffel Kokosöl
  • bei Bedarf ein Süßungsmittel der Wahl

Wenn die Cannabisblüten bereits decarboxyliert sind, dann reicht es, wenn diese mit heißem Wasser übergossen werden, der Tee ca. 10 Minuten zieht und anschließend die Cannabisblüten durch ein Sieb heraus gesiebt werden.

Um die Bioverfügbarkeit der Cannabinoide zu erhöhen, also um die Wirkung zu verstärken, sollte unbedingt ein fetthaltiger Träger wie Milch, Sahne oder etwas Kokosöl mit in die Tasse Tee gegeben werden. Der Grund: Cannabinoide sind fettlöslich, kaum wasserlöslich. Ohne Fett kann der Körper nur einen Bruchteil des THC oder CBD aufnehmen. Für den Geschmack kann man den Tee nach Belieben süßen, zum Beispiel mit Cannabiszucker.

Wenn die Blüten hingegen noch nicht decarboxyliert sind, muss dieser Schritt entweder vorab im Ofen oder direkt während der Teezubereitung erfolgen. Dabei handelt es sich um einen grundlegenden biochemischen Vorgang: In rohem Cannabis liegen die Wirkstoffe in ihrer inaktiven Form vor – als Cannabinoidsäuren (THCA und CBDA). Erst durch Erhitzen wird ein CO₂-Molekül abgespalten, wodurch die aktiven Formen THC und CBD entstehen. Dieser Prozess wird Decarboxylierung genannt. Ohne ihn bleibt der Tee praktisch wirkungslos – der Körper kann THCA und CBDA nicht psychoaktiv oder medizinisch nutzen.

Zwei bewährte Methoden stehen zur Verfügung:

Im Backofen:

  • Diese Methode ist besonders präzise. Das zerkleinerte, möglichst trockene Pflanzenmaterial wird für ca. 30–40 Minuten bei 110–115 °C erhitzt. Für CBD-reiche Sorten empfiehlt sich eine etwas höhere Temperatur von etwa 130–140 °C und eine längere Dauer von bis zu 60 Minuten. Vorteil: Die Aktivierung ist gleichmäßig und gut kontrollierbar.

Im Wasser (beim Teekochen):

  • Hierbei werden die nicht decarboxylierten Blüten mindestens 30 Minuten leicht siedend im Wasser gekocht. Wichtig ist, dass das Wasser nicht sprudelnd kocht, sondern nur sanft köchelt. Zu hohe Temperaturen oder ständiges Wallen können empfindliche Wirkstoffe wie THC und Terpene zerstören. Diese Methode ist unkompliziert, aber weniger exakt – besonders bei CBD ist die Ausbeute oft geringer.

Typische Fehler bei der Decarboxylierung und wie du sie vermeidest:

  • Zu hohe Temperaturen (>150 °C) – zerstören Cannabinoide und Aromen
  • Zu feuchtes Pflanzenmaterial – verlängert die notwendige Zeit, Gefahr von ungleichmäßiger Aktivierung
  • Kein Fett im Tee – stark verminderte Wirkung durch geringe Aufnahme
  • Besser: Gleichmäßiges Erhitzen, kontrollierte Temperatur, Fett immer mit einplanen

Nur wenn die Decarboxylierung korrekt durchgeführt wird, entfaltet der Cannabis-Tee seine vollständige psychoaktive oder therapeutische Wirkung – andernfalls bleibt er bestenfalls ein aromatischer Kräutertee.

CBD-Tropfen

Eine einfachere Art der Zubereitung eines Tees bietet die Nutzung von CBD-Tropfen in Form von einer Tinktur, Extrakt oder Öl. Dafür einfach 2-3 Tropfen in einen fertigen Tee, etwas Milch oder Sahne dazu geben, umrühren und den Tee genießen. Wichtig ist hier, dass das Teewasser schon ein wenig abgekühlt ist und nicht mehr kochend heiß. Die Sorte des Tees, um den einfachen Cannabis-Tee zuzubereiten, spielt keine Rolle und kann je nach Vorliebe variieren.

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Cannabis-Tee und Blüten

Damit dein Cannabis-Tee wirksam und genießbar bleibt, kommt es auf die richtige Lagerung an. Getrocknete Cannabisblüten sollten luftdicht, lichtgeschützt, kühl und trocken aufbewahrt werden – ideal in dunklen Schraubgläsern. So bleiben Wirkstoffe und Aroma bis zu 12 Monate erhalten. Vermeide Hitze, Feuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung, um THC und CBD zu schützen.

Fertig zubereiteter Cannabis-Tee ist im Kühlschrank ohne Milchzusatz etwa 2 Tage, mit Milch oder Sahne maximal 24 Stunden haltbar. In der Thermoskanne sollte er noch am selben Tag getrunken werden. Einfrieren ist eine gute Option – ohne Milchzusatz hält sich der Tee bis zu 3 Monate.

Cannabis Tee verliert bei falscher Lagerung schnell an Potenz. Wärme, Licht und Sauerstoff beschleunigen den Wirkstoffabbau. Tee mit Milch nie ungekühlt stehen lassen – bei verändertem Geruch oder Aussehen bitte entsorgen.

Meine Erfahrung

CBD Öl in Cannabis Tee tröpfeln Ich habe bereits Erfahrung mit der Verwendung und dem Genuss von Cannabis-Tee. Wenn man die richtige Dosierung für sich gefunden hat und weiß, welche Wirkung man bei der Verwendung des Tees erzielen möchte, ist es wirklich eine einfache und effektive Art der Anwendung. 

Um eine nervenberuhigende Wirkung zu erzielen oder gegen innere Unruhe anzukämpfen, kann man sich morgens eine Kanne mit CBD haltigen Cannabisblüten kochen und über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen trinken. Durch eine gut ausgeführte Decarboxylierung enthält man all die gesunden und wünschenswerten Aspekte, die in der Cannabispflanze stecken. 

Genauso verhält es sich bei einem Tee, um high zu werden. Der Cannabis-Tee sorgt für eine starke, aber sanfte Wirkung, wenn man es mit der Dosierung nicht übertreibt. Diese Art der Einnahme ist somit hervorragend geeignet, für Cannabiseinsteiger. Viele Nutzer*innen entwickeln mit der Zeit eigene Rituale rund um den Konsum: etwa eine abendliche Tasse Cannabis-Tee mit entspannender Musik, in Kombination mit Kräutern wie Kamille oder Lavendel, oder ein morgendlicher Tee für kreative Phasen mit einer leichten, anregenden Sorte. Auch ein Tagebuch zur Wirkung und Dosierung kann helfen, die eigene Toleranz und Lieblingssorten besser kennenzulernen.

Wichtiger Hinweis: dieses Rezept dient nicht als Anleitung zur Einnahme für Patient*innen. Diese müssen die Dosierung und Einnahmeform ihrer Medizin immer mit ihrem behandelnden Arzt oder Ärztin besprechen.

Wenn du Lust hast auf ein weiteres, leckeres Cannabis-Getränk, dann empfehle ich dir den Mary’s Glüh Gin von Mary Mellow.

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