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Cannabis Samen: Sorten, Unterschiede und legaler Erwerb

ein grünes Hanfblatt und Cannabis Samen auf einer Holzoberfläche

Inhaltsverzeichnis

Mila Grün

Mila Grün Chefredakteurin der Cannabibliothek

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Cannabis Samen sind die Grundlage für den Anbau der ältesten, vielseitigsten und begehrtesten Pflanzen der Welt. Schon seit Jahrtausenden wird Cannabis für seine medizinischen, industriellen und berauschenden Eigenschaften genutzt. Mit der Legalisierung und der Möglichkeit, Samen legal zu erwerben, hat auch das Interesse daran erheblich zugenommen. Ob für den Eigenanbau, zum Verzehr oder industriellen Anwendung – die Wahl der richtigen Samen ist entscheidend für den Erfolg und die Qualität der Ernte. In diesem Text erfährst du alles Wissenswerte über Cannabis Samen, ihre unterschiedlichen Typen und wo du sie legal erwerben kannst.

Cannabis – und Hanf! Samen ist nicht gleich Samen

Obwohl Cannabis Samen und Hanfsamen von der gleichen Pflanzengattung, Cannabis sativa, stammen, gibt es wichtige Unterschiede zwischen ihnen. Für eine einfachere Unterscheidung bezeichnen wir die Samen des Nutzhanfes als Hanfsamen und die Samen für den gezielten Anbau als Cannabis Samen.

Hanfsamen

Hanfsamen auf einem HolzlöffelHanfsamen stammen von Industriehanf bzw. Nutzhanf, der speziell für die Nutzung in Textilien, Lebensmitteln und anderen industriellen Anwendungen angebaut wird. Diese Samen enthalten nur Spuren von THC (höchsten 0,3 %) und sind daher nicht für den berauschenden Freizeitkonsum geeignet. Denn das wird mit den Hanfsamen, die für die Ernährung oder für die weitere Verarbeitung gedacht sind, nicht funktionieren. Aus diesen Samen resultieren keine Pflanzen mit ausreichendem und vor allem kontrolliertem Cannabinoidgehalt, daher sind sie für Endverbraucher, die sich berauschen oder einen medizinischen Nutzen herausziehen wollen, absolut uninteressant.

Geschälte vs. ungeschälte Hanfsamen

Geschälte Hanfsamen sind Samen, bei denen die äußere Schale entfernt wurde. Dies macht sie weicher, leichter verdaulich und geschmacklich angenehmer. Sie haben einen nussigen Geschmack und eine leicht knackige Textur, was sie ideal für den direkten Verzehr und die Verwendung in Rezepten macht.

Ungeschälte Hanfsamen hingegen behalten ihre äußere Schale. Diese Samen sind knackiger und haben einen etwas stärkeren Geschmack. Die Schale enthält zusätzliche Ballaststoffe, was sie zu einer ausgezeichneten Quelle für die Verdauungsgesundheit macht. Ungeschälte Hanfsamen werden oft für die Herstellung von Hanfmehl oder Hanföl verwendet und bieten einiges an gesundheitlichen Vorteilen, die man nutzen sollte.

Gesundheitliche Vorteile von Hanfsamen

  • Hoher Gehalt an essenziellen Fettsäuren: Hanfsamen sind reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im idealen Verhältnis von 3:1, was zur Unterstützung der Herzgesundheit und zur Verringerung von Entzündungen beiträgt.
  • Proteinreich: Hanfsamen enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren, was sie zu einer vollständigen Proteinquelle macht. Dies ist besonders wichtig für Vegetarier und Veganer, die pflanzliche Proteinquellen suchen.
  • Ballaststoffreich: Besonders ungeschälte Hanfsamen sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe, die die Verdauungsgesundheit fördern, die Darmfunktion verbessern und bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels helfen können.
  • Reich an Vitaminen und Mineralien: Hanfsamen enthalten eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien, darunter Vitamin E, Magnesium, Phosphor, Kalium und Eisen, die alle zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen.
  • Antioxidative Eigenschaften: Hanfsamen enthalten Antioxidantien wie Vitamin E, die den Körper vor oxidativem Stress und Schäden durch freie Radikale schützen können.
  • Unterstützung der Hautgesundheit: Die in Hanfsamen enthaltenen Fettsäuren können zur Verbesserung der Hautgesundheit beitragen, indem sie Feuchtigkeit spenden und Entzündungen reduzieren.

Das Problem mit den industriellen Hanfsamen

Zwei Hände vor einem Nutzhanffeld schütten Hanfsamen von einer zur anderen Hand

In Deutschland stehen Hanfbauern vor einigen Herausforderungen, wenn es um den Anbau von industriellem Hanf geht. Ein wesentliches Problem ist, dass sie nur zertifizierte Hanfsamen verwenden dürfen, die im EU-Sortenkatalog aufgeführt sind. Dieser Katalog enthält speziell zugelassene Sorten, die sicherstellen, dass der THC-Gehalt der Pflanzen unter 0,3 % bleibt​.

Ein weiteres Hindernis ist, dass nur Personen mit einer offiziell angemeldeten landwirtschaftlichen Tätigkeit Hanf anbauen dürfen. Dies bedeutet, dass Hobbygärtner und kleine Produzenten ohne entsprechende Registrierung keinen legalen Zugang zum Anbau von Hanf haben. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die Pflanzen überwacht und den Vorschriften entsprechen, um zu verhindern, dass Sorten mit einem hohen THC-Gehalt illegal angebaut werden.

Eine geplante gesetzliche Änderung könnte die Situation für jedoch verbessern. Es ist vorgesehen, die sogenannte „Rauschklausel“ aus dem Gesetz zu streichen. Durch die Streichung dieser Klausel würden sich die Vorschriften für den Anbau von Hanf lockern, was den Bauern den Anbau und die Nutzung von Hanf erleichtern könnte.

Cannabis Samen

Cannabis Samen für den Freizeitnutzen oder die Medizin hingegen stammen von Sorten, die speziell wegen ihres hohen Cannabinoid-Gehalts gezüchtet werden. Es gibt sie in verschiedenen Typen, die jeweils spezielle Eigenschaften und Anforderungen haben. Die wichtigsten Kategorien sind autoflowering, regular und feminisierte Samen. Insgesamt gibt es wohl mittlerweile über 3000 verschiedene Cannabissorten – Tendenz steigend, denn die Forschung um Genetik und spezielle Züchtungen geht immer weiter.

Autoflowering Samen

Autoflowering Samen, oder selbst blühende Samen, sind dafür bekannt, dass sie automatisch zu blühen beginnen. Dies bedeutet, dass sie nicht auf die typischen Lichtzyklen von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit angewiesen sind, um die Blütephase einzuleiten. Autoflowering Pflanzen beginnen in der Regel etwa 2-4 Wochen nach der Keimung zu blühen und haben eine kürzere Wachstumsperiode, was sie ideal für schnelle Ernten und den Anbau in verschiedenen Klimazonen macht. Diese Samen sind besonders beliebt bei Anfängern und Hobbygärtnern, da sie weniger Pflege und Anpassungen des Lichtes erfordern und eine Blüte der Pflanze garantieren.

Regular Samen

Regular Samen können sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen hervorbringen. Beim Anbau dieser Art ist es notwendig, die männlichen Pflanzen zu identifizieren und zu entfernen, wenn man die Bildung von Samen in den weiblichen Pflanzen verhindern möchte. Denn nur die weiblichen Pflanzen sind diejenigen, die die begehrten Blüten produzieren, die reich an Cannabinoiden wie THC und CBD sind. Für eine saubere und gute Ernte dürfen diese aber nicht von männlichen Pflanzen bestäubt werden. Reguläre Samen werden oft von Züchtern oder Growern bevorzugt, die neue Sorten entwickeln oder stabile genetische Linien aufrechterhalten möchten.

Feminisierte Samen

Feminisierte Cannabis Samen sind speziell gezüchtet, um ausschließlich weibliche Pflanzen zu produzieren. Dies wird durch die Manipulation der Pflanzen während der Zuchtphase erreicht, um die Wahrscheinlichkeit der Produktion männlicher Chromosomen zu minimieren. Feminisierte Samen sind ideal für Grower, die sicherstellen möchten, dass alle Pflanzen in ihrer Ernte weiblich sind und somit das begehrte THC oder CBD produzieren. Diese Samen sind besonders bei Home Growern beliebt, da sie die Notwendigkeit, männliche Pflanzen zu entfernen, eliminieren und somit Zeit und Aufwand sparen.

Legaler Erwerb von Cannabis Samen

In Deutschland hat sich die Gesetzeslage rund um den legalen Kauf und Anbau von Cannabis Samen seit der Legalisierung von Cannabis am 1. April 2024 grundlegend verändert.

Hier ist eine Übersicht, wie man aktuell legal an die begehrten Samen herankommt:

1. Kauf aus dem EU-Ausland
Cannabissamen können legal aus anderen EU-Mitgliedsstaaten eingeführt bzw. bestellt werden, solange sie nicht für den illegalen Anbau bestimmt sind. Dieser Import ist ausschließlich für den privaten Eigenanbau oder den gemeinschaftlichen Anbau in Anbauvereinigungen erlaubt. Bekannte Anbieter von Cannabissamen aus dem EU-Ausland, insbesondere aus den Niederlanden und Spanien, bieten eine breite Palette von Samen wie feminisierte, autoflowering und reguläre Samen an. Diese können bequem online bestellt werden, solange der Käufer volljährig ist.

Milas Strain Golden Lemon Haze

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2. Anbauvereinigungen (Cannabis Social Clubs)
Ab dem 1. Juli 2024 dürfen sogenannte Anbauvereinigungen, auch bekannt als Cannabis Social Clubs, Cannabissamen an ihre Mitglieder und Nicht-Mitglieder weitergeben, solange sie die notwendigen Lizenzen dafür ergattert haben. Diese Samen sind ebenfalls nur für den privaten Eigenanbau bestimmt. Mitglieder und auch Nicht-Mitglieder solcher Clubs können bis zu sieben Samen pro Monat erwerben. Diese Anbauvereinigungen bieten eine rechtssichere Möglichkeit, die Samen zu beziehen.

3. Privatpersonenkauf und Weitergabe und Schwarzmarkt
Der Verkauf oder die Weitergabe von Cannabissamen durch Privatpersonen oder über den Schwarzmarkt bleibt weiterhin verboten. Dies bedeutet, dass Samen, die privat angebaut werden, nicht an andere weitergegeben oder verkauft werden dürfen​.

Fazit

Am Ende des Tages ist es schön, wie sich das Interesse und die Möglichkeiten rund um Cannabis und Hanfsamen entwickeln. Die Vielfalt dieser kleinen Samen und ihre Anwendungen sind wirklich faszinierend. Mit den sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen wird es immer einfacher, legal an Samen zu gelangen und sie zu nutzen, sei es für den eigenen Anbau oder für gesundheitliche Zwecke. Es scheint, als ob diese kleinen Samen eine große Zukunft haben – in jeder Hinsicht!

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