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Der richtige Dünger für deine Cannabispflanzen

Der richtige Dünger für deine Cannabispflanzen muss für die einzelnen Wachstumsphasen gewählt werden. Hier sieht man eine schönen Cannabisstiel mit dicken Blüten.

Inhaltsverzeichnis

Mila Grün

Mila Grün Chefredakteurin der cannabib

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Pflanzen benötigen Nahrung, um zu wachsen

Aber bitte die richtige Nahrung. Daher ist die Auswahl und der Einsatz von dem richtigen Dünger für deine Cannabispflanzen wichtig. Schließlich konsumierst du letztendlich all das, was du deinen Pflanzen zufügst. 

Info: du hast auch die Möglichkeit, dein Cannabis ohne die Zugabe von Düngemitteln anzubauen. Mit der richtigen Growerde und/oder den geeigneten Substraten, wie zum Beispiel von Flo Organics, ist das problemlos möglich. Somit sparst du dir Geld und Arbeit und du eliminierst das Risiko, das beim Düngen besteht. 

In diesem Beitrag beschreibe ich den Einsatz von Düngern, wenn keine der beiden oben genannten Optionen angewendet wird, also normale Erde für den Anbau genutzt wird. 

Für den Hanfanbau eignen sich biologische (organische) als auch Mineralsalzdünger.

Aus den drei Pflänzchen wurden große Pfanzen
So schöne Pflanzen erhältst du, bei guter Pflege

Der biologische Dünger kann einfach und schonend von deinen Pflanzen aufgenommen werden. Die Bodenbakterien wandeln die Nährstoffe in Salze um, die dann von den Wurzeln absorbiert werden. Die Aufnahme der Nährstoffe durch die Wurzeln kann allerdings ein bis vier Wochen dauern. Ein vorausschauendes Düngen ist hier also wichtig. Organischer Dünger wird „natürlich“ gewonnen. Er besteht aus Abfallprodukten aus der Landwirtschaft. 

Beim Mineraldünger kann deine Pflanze die zugefügten Nährstoffe innerhalb weniger Stunden aufnehmen und verwerten. Mineralische Dünger bestehen aus chemisch gelösten Nährstoffen. Sie werden teils aus natürlichen Quellen gewonnen, teils aus synthetischer Erzeugungen. Mit einem Mineraldünger kannst du deine Pflanzen leicht überdüngen, und ihnen damit schädigen. Deshalb sollten sie eher von erfahrenen Growern genutzt werden. 

NPK Tabelle für Cannabispflanzen

Die drei Hauptnährstoffe der Cannabispflanze sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Während des gesamten Wachstums deiner Pflanze verändert sich auch ihr Nährstoffbedarf. Stickstoff beeinflusst das Wachstum, daher ist er während der vegetativen Phase sehr wichtig. Während der Blütenphase steigt der Bedarf an Phosphor und Kalium. Um keine einzelnen Komponenten abmessen und zusammenmischen zu müssen, gibt es spezielle Hanfdünger mit einem genau abgestimmten N-P-K Verhältnis. Somit musst du nur die angegebene Menge in das Gießwasser geben und deine Pflanze wird mit ausreichend Nährstoffen versorgt. 

Typische NPK-Verhältnisse orientieren sich daher an der jeweiligen Entwicklungsphase der Pflanze.

Keimlingsphase / junge Pflanzen
Mildes Nährstoffverhältnis, z. B. 2-1-2
Junge Pflanzen benötigen nur sehr wenig Dünger, da sie empfindlich auf Überdüngung reagieren.

Vegetative Phase (Wachstumsphase)
Stickstoffbetont, z. B. 4-2-3 oder 3-1-2
In dieser Phase wächst die Pflanze schnell und bildet viele Blätter und Triebe.

Vorblüte / Übergang zur Blüte
Ausgeglichenes Verhältnis, z. B. 2-2-3
Die Pflanze bereitet sich auf die Blütenbildung vor und benötigt mehr Phosphor und Kalium.

Blütephase
Phosphor- und kaliumbetont, z. B. 1-3-2 oder 0-3-3
In dieser Phase investiert die Pflanze ihre Energie vor allem in Blüten, Harzproduktion und Aroma.

Späte Blüte / Spülphase
In den letzten ein bis zwei Wochen wird meist nicht mehr gedüngt, um überschüssige Nährstoffe aus der Pflanze zu entfernen.

Diese Werte sind nur grobe Richtwerte. Der tatsächliche Nährstoffbedarf hängt unter anderem von Sorte, Substrat, Topfgröße und Lichtintensität ab. Deshalb lohnt es sich immer, die Dosierung langsam zu steigern und die Pflanzen genau zu beobachten.

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Welche Dünger gibt es überhaupt? 

Es gibt große Auswahl an Düngern und Boostern, die deine Pflanzen in ihren verschiedenen Lebensphasen unterstützen und …

  • das Wurzelwachstum deiner Pflanze unterstützen und verbessern
  • deiner Pflanze bei der Aufnahme und Konvertierung der Nährstoffe helfen
  • den Geschmack deiner Ernte positiv beeinflussen
  • helfen, die Blüte schneller einzuleiten
  • den Ertrag deiner Ernte erhöhen

Wurzelstimulanz

Er verbessert das Wachstum der Wurzeln in den Wochen nach der Keimung erheblich und führt somit zu einer kräftigeren Pflanze mit einem gut ausgebildetem Wurzelsystem. Empfehlung: Bio Bizz Root Juice – direkt bestellen, Bio Nova Roots, Hesi Wurzelkomplex, Canna Rhizotonic. 

Wuchsdünger

Der Wuchsdünger beliefert deine Pflanze während der Wachstumsperiode mit allen wichtigen Nährstoffen. Empfehlung: Bio Bizz BIO grow – direkt bestellen, Atami B´cuzz A+B, Canna Terra Vega, , Hesi, BioNova.

Blütestimulanz 

Dieser Dünger verbessert das Wachstum der Blüten, den Geschmack und die Ernte. Du mischst ihn etwa 5 Tage vor der Lichtumstellung in das Gießwasser und setzt ihn eine Woche vor der Ernte ab. Empfehlung: Bio Bizz Top Max – direkt bestellen, Atami B´cuzz Blütestimulans, , BioNova, Canna.

Blütedünger

Er versorgt deine Pflanze in ihrer wichtigsten Entwicklungsphase mit allen benötigten Nährstoffen. Empfehlung: Bio Bizz BIO Bloom – direkt bestellen, Atami B´cuzz A+B (etwas kompliziert), Canna Terra Flores, BioNova.

Algendünger 

Du solltest während der gesamten Anbauzeit einmal wöchentlich einen Algendünger verwenden. Denn er enthält alle lebensnotwendigen Mikronährstoffe und beugt somit Mangelerscheinungen bei deiner Pflanze vor. Empfehlung: BioBizz Alg-A-Mic – direkt bestellen, Plagron Alga Wuchs, Plagron Alga Blüte.

Als Zusatz gibt es Booster, die das Potenzial bestimmter Sorten und Arten hervorheben und die Absorptionsfähigkeit von Nährstoffen verbessern. Empfehlung: Atami B´cuzz Booster. 

Mineraldünger (chemische Dünger): 

Mineraldünger gibt es meistens mit einzelnen Nährstoffen (wie Stickstoff) und anderen Nährstoffen. Diese Dünger solltest du nur mithilfe eines EC-Messgerätes verwenden und wenn du bereits viel Erfahrung beim Anbauen hast. Ansonsten kannst du deine Pflanzen schnell überdüngen und damit schädigen.  Empfehlung: Bio Nova BN N 27 Prozent (Mehrfach-Mineraldünger) für das Wachstum, Canna PK 13/14 (Phosphor-Kalium-Dünger) für die Blüte. 

Daneben gibt es weitere Mineraldünger, die eine Kombination unterschiedliche Nährstoffe enthalten. Diese sind preiswert und empfehlenswert, um im Fall eines Mangels einen schnell wirkenden Breitbanddünger zu haben. 

Ohne Düngen funktioniert der Cannabisanbau natürlich auch, aber das Ergebnis kann sehr minderwertig ausfallen. 

Organischer vs mineralischer Dünger – was ist der Unterschied?

Organischer Dünger stammt aus natürlichen Quellen wie Pflanzenresten, Kompost oder tierischen Nebenprodukten. Die Nährstoffe werden im Boden zuerst von Mikroorganismen umgewandelt und stehen der Pflanze deshalb etwas langsamer zur Verfügung. Dafür ist das Risiko einer Überdüngung geringer und das Bodenleben wird unterstützt.

Mineralischer Dünger besteht aus direkt verfügbaren Nährsalzen, die von der Pflanze sehr schnell aufgenommen werden können. Dadurch lassen sich Nährstoffmängel schneller ausgleichen. Allerdings ist die Dosierung empfindlicher, weshalb mineralische Dünger meist eher von erfahrenen Growern eingesetzt werden.

Was noch wichtig ist: der korrekte pH und EC Wert beim Cannabisanbau. 

Bester Dünger für deine Cannabispflanzen – diese solltest du nutzen! 

Du benötigst auf jeden Fall einen Wurzelstimulanz, um das Wachstum der Wurzeln zu verbessern. Dann können deine Pflanze mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen und sind weniger anfällig für Krankheiten.

Des Weiteren eine Kombination aus Wuchs- und Blütedünger, um die Pflanzen ausreichend mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen. Und einen Algendünger für die Mikronährstoffe.

Um deinen Pflanzen den Wechsel in die Blütephase zu erleichtern und um den Geschmack sowie den Ertrag zu verbessern, benötigst du einen Blütenstimulanz.

Was übrigens neben dem Düngen auch sehr wichtig ist, ist der richtige CO₂-Gehalt im Growroom. 

Zu sehen ist ein kleiner Haufen Erde mit einer mintfarbenen kleinen Gartenschaufel aus Metall. Vielleicht handelt es sich hierbei um Growerde.
Mit einer guten und gesunden Erde, ziehst du gute und gesunde Pflanzen heran. Foto: neslihan gunaydin auf Unsplash.

So, nun hast du diesen ausführlichen Beitrag über die Dünger für deine Cannabispflanzen gelesen. Wenn dir das alles etwas zu kompliziert hast, verweise ich hiermit nochmal auf meinen Tipp, den ich oben im Beitrag erwähnt habe, wie du auf jegliche Art von Dünger und düngen, verzichten kannst.

Ich habe ein Interview mit einem erfahrenem Grower gehalten, der eine spezielle Growerde entwickelt hat. Durch die Verwendung dieser Erde musst du deine Pflanzen nicht mehr zusätzlich düngen! Die Erste besteht nur aus biologischen Produkten und der Ertrag und die Qualität deiner Ernte steigert sich enorm. 

FAQ zu Cannabis Dünger

Welcher Dünger ist am besten für Cannabis?

Viele Grower setzen auf organische Dünger, da sie schonender für die Pflanzen sind und das Risiko einer Überdüngung geringer ist. Produkte auf Basis natürlicher Rohstoffe unterstützen außerdem das Bodenleben. Mineralische Dünger wirken zwar schneller, erfordern aber mehr Erfahrung bei der Dosierung.

Wie oft sollte man Cannabis düngen?

Das hängt vom verwendeten Dünger und dem Substrat ab. In der Regel wird Cannabis etwa ein bis zwei Mal pro Woche mit Nährstoffen versorgt. Wichtig ist, die Dosierung langsam zu steigern und die Pflanzen auf Anzeichen von Über- oder Unterversorgung zu beobachten.

Welcher NPK Wert ist ideal?

Der ideale NPK-Wert hängt von der Wachstumsphase der Pflanze ab. Während der Wachstumsphase benötigt Cannabis mehr Stickstoff, häufig mit einem Verhältnis von etwa 3-1-2 oder 4-2-3. In der Blütephase steigt der Bedarf an Phosphor und Kalium, weshalb hier häufig Werte wie 1-3-2 oder 0-3-3 verwendet werden.

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Quellen Lizermann Lark- Lajon (2016): Der Cannabis- Anbau, der einfache Weg zum eigenen Homegrow, 7. Auflage, Nachtschatten Verlag . https://www.nachtschatten.ch/products/product_0555.html

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