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Teillegalisierung: wo du zukünftig dein Gras kaufen kannst

Inhaltsverzeichnis

Mila Grün

Mila Grün Chefredakteurin der cannabib

Letzte Woche hat der Bundestag mit einer überwältigenden Mehrheit dem Gesetz zur Legalisierung von Cannabis zugestimmt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt, da Cannabis unter bestimmten Bedingungen nun legal mitgeführt und konsumiert werden darf. Die Legalisierung erfolgt nach einem 2-Säulen-Prinzip, wobei bis jetzt lediglich die erste Säule vom Bundestag genehmigt wurde. Sobald auch der Bundesrat zustimmt, tritt das Gesetz in Kraft.

Die Ziele des Gesetzes zur Cannabislegalisierung (CanG.) umfassen unter anderem die Verdrängung des Schwarzmarktes und einen verbesserten Kinder- und Jugendschutz. Der Schwarzmarkt, der das Gras oft mit synthetischen Cannabinoiden oder toxischen Substanzen wie Brix verunreinigt, soll in Deutschland keine Chance mehr haben. Stattdessen sollen Konsumenten auf qualitätsgeprüftes und sicheres Cannabis zurückgreifen können.

Die legale Beschaffung

Die Legalisierung soll zwar ab dem 1. April wirksam werden, jedoch öffnen die Anbauclubs erst ab dem 1. Juli ihre Tore. Mitglieder eines Clubs dürfen monatlich bis zu 50 Gramm Cannabis erwerben, wenn sie dort registriert sind. Es ist nicht erlaubt, Mitglied in mehreren Clubs zu sein.

Des Weiteren ist es jedem Erwachsenen gestattet, bis zu drei blühende, weibliche Cannabis Pflanzen zu Hause anzubauen und bis zu 50 Gramm Cannabis zu lagern. Doch was ist mit den Gelegenheitskonsumenten, die kein Interesse am Eigenanbau oder an einer Clubmitgliedschaft haben?

Für diese Gruppe bleibt bis zur Umsetzung der zweiten Säule des Gesetzes keine andere Option als der Besuch von Cannabis-Clubs oder der Eigenanbau. Denn der Verkauf oder die Weitergabe von Cannabis unter Freunden und Bekannten bleibt weiterhin strafbar. In der zweiten Säule war ursprünglich geplant, den Verkauf in staatlich lizenzierten Geschäften in Modellregionen zu erproben. Gesundheitsminister Karl Lauterbach plant, hierzu einen weiteren Gesetzentwurf vorzulegen.

Im vergangenen Jahr hatten bereits einige Städte, darunter Tübingen, Leipzig, Schwerin, Bremen, Hannover, Bonn, Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach und München, Interesse an einer Bewerbung als Modellregion gezeigt. Bis zur Umsetzung dieses Vorhabens bleiben jedoch Clubs und Eigenanbau die einzigen legalen Optionen für den Erwerb von Cannabis, das nicht als Medikament eingenommen wird.

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