Die bayerische Staatsregierung plant, den Konsum von Cannabis auf Deutschlands größtem Volksfest zu verbieten, während Bier in Massen fließt und die Leute fröhlich an ihren Maßkrügen nippen. Es ist fast nicht zu glauben, dass die bayerische Regierung nach wie vor Bier und andere alkoholische Getränke verharmlost und Cannabis als Droge verteufelt. Schließlich sterben alleine in Deutschland jährlich über 40.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums.
Cannabisverbot auf dem Oktoberfest
Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann verkündet triumphierend, dass Kommunen nun die Macht erhalten sollen, ihre eigenen Cannabis-freien Zonen einzurichten, während gleichzeitig die Menschen weiterhin an den Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum sterben. Bayerns Ministerpräsident Söder bezeichnet die Cannabis-Freigabe als „einzigen Quatsch“, während er uns seine Partei eifrig daran arbeitet, öffentliche Räume zu Cannabis-freien Zonen umzuwandeln. Aber gut, wenn wir schon dabei sind, lasst uns gleich das Gras im ganzen Land verbieten, denn schließlich ist es viel wichtiger, dass die Leute weiterhin brav ihr Bier trinken und sich nicht mit diesen gefährlichen Kräutern beschäftigen. Und wer doch erwischt wird, darf sich über satte Bußgelder freuen, während die Bierliebhaber unbehelligt weiterziehen.
Ob es ein Cannabisverbot auf der Wiesen geben wird, ist bisher nicht sicher, denn das entscheidet letztendlich die Stadt München, die das Fest organisiert. Die Landeshauptstadt hat sich bereits als Modellregion für die zweite Säule der Legalisierung beworben, daher gibt es noch Hoffnung, dass in den Biergärten des Oktoberfestes doch noch Cannabis konsumiert werden darf.
