Ein neues THC Getränk im Kühlregal? Klingt erstmal ungewöhnlich und fast unglaublich. Aber genau das ist gerade einer der spannendsten Trends in der Cannabiswelt, zumindest in den USA. Statt zum Feierabendbier oder zum Glas Wein greifen immer mehr Menschen zu Cannabis-Drinks – mit dem Ziel, entspannt runterzukommen, ohne Kater und ohne Rausch.
Einer dieser neuen Drinks heißt HZE und kommt aus Connecticut. Was drin ist? Ein bisschen THC, viel Geschmack und ein klares Versprechen: gute Zeit, ganz ohne Alkohol. Aber HZE ist nur ein Beispiel von vielen. In den USA ist die Auswahl an THC-haltigen Getränken mittlerweile recht groß. Und hier in Deutschland? Leider Fehlanzeige – zumindest noch.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was diese neuen Produkte ausmacht, warum sie gerade so beliebt sind, wie sie wirken – und ob wir auch hier bald THC Getränke erwarten dürfen.
HZE: Der entspannte Drink aus Connecticut
Das neue Getränk HZE von der Craft-Destillerie SoNo 1420 bringt frischen Wind in die Szene. Es enthält 3 Milligramm THC, schmeckt fruchtig nach Erdbeere und Zitrone, hat wenig Kalorien und ist komplett alkoholfrei. Entwickelt wurde es für alle, die abends gerne abschalten, aber nicht betrunken sein wollen – oder können.
Was das Besondere an HZE ist? Es setzt auf sogenannte Nanoemulsion, wodurch der Effekt schneller eintritt als bei vielen anderen THC-Produkten. In den USA ist das Getränk bereits in lizenzierten Shops erhältlich – und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Ein moderner Drink für moderne Ansprüche – simpel, funktional und angenehm subtil in der Wirkung.
THC Getränke USA: was hat der Markt zu bieten?
Der Markt für THC Getränke USA wächst und wächst. Immer mehr Hersteller bringen ihre eigenen Versionen auf den Markt – von spritzigen Seltzers bis zu aromatischen Social Tonics. Die meisten enthalten zwischen 2 und 5 Milligramm THC pro Portion, manche auch zusätzlich CBD für eine ausgewogene Wirkung.
Beliebte Marken sind zum Beispiel:
- Cann – bekannt für elegante Aromen wie Lemon Lavender
- Pabst Blue Ribbon THC Seltzer – das „Bier ohne Bier“, mit 5 mg THC
- Wynk, Adaptaphoria – stylishe Dosen, oft mit funktionalen Zutaten
All diese Drinks richten sich an Menschen, die Lust auf Genuss mit Wirkung haben – aber eben ohne Alkohol.
Die Vorteile von einem THC Getränk
Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst gegen Alkohol – sei es aus gesundheitlichen Gründen, wegen des Katergefühls am nächsten Morgen oder weil sie sich am Abend einfach nur leicht entspannen möchten. Genau hier setzen THC-haltige Getränke an. Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Angenehme, milde Wirkung: Die enthaltene THC-Dosis ist meist niedrig (z. B. 2–5 mg) und lässt sich gut steuern. Doch auch hier ist natürlich Vorsicht geboten. Wie bei anderen Edibles heißt es erst einmal rantasten.
- Kein Kater am nächsten Tag: THC entzieht dem Körper keine Flüssigkeit, ganz im Gegenteil, der Durst wird angeregt – typische Nebenwirkungen wie Schwindel, starke Kopfschmerzen oder Übelkeit bleiben aus.
- Alltagstauglich: Ideal für Abende, an denen man entspannen möchte, aber trotzdem klar und präsent bleiben will.
- Geselliger Konsum ohne Alkohol: Ein THC-Drink ersetzt das Bier oder den Wein mit entspannter Wirkung.
Die Wirkung tritt in der Regel nach 30 bis 60 Minuten ein und hält etwa ein bis zwei Stunden an.
Und in Deutschland? Fehlanzeige – vorerst.
Klingt gut? Finden viele. Nur leider sieht die Rechtslage Edibles hierzulande noch anders aus. Zwar dürfen Erwachsene in Deutschland seit April 2024 kleine Mengen Cannabis besitzen und privat anbauen – aber ein Verkauf im Laden, in der Bar oder im Online-Shop ist nicht erlaubt.
Das gilt auch für THC Getränke in Deutschland. Selbst wenn ein Drink niedrig dosiert ist und kaum psychoaktiv wirkt – sobald THC drin ist, fällt er unter das Betäubungsmittelgesetz. Und das heißt: aktuell nicht erlaubt.
THC Getränke in Deutschland: Kommt da noch was?
Ganz vorbei ist die Hoffnung nicht. In der zweiten Phase des Cannabisgesetzes plant die Bundesregierung sogenannte Modellregionen. In bestimmten Städten oder Kreisen könnte der kontrollierte Verkauf von Cannabis erlaubt werden – begleitet von Studien, Alterskontrollen und klaren Regeln.
Wenn das klappt, wäre der nächste Schritt nicht weit: Edibles, Getränke und andere Konsumformen könnten folgen. Natürlich reguliert, mit Höchstgrenzen und Auflagen. Aber immerhin legal. Und wer weiß? Vielleicht stehen dann auch hier bald THC-Drinks im Regal – als bewusste Alternative für alle, die einen klaren Kopf behalten und trotzdem entspannen wollen.
Und wie sieht es mit CBD-haltigen Getränken aus?
Im Gegensatz zu THC-Produkten dürfen CBD-Getränke in Deutschland grundsätzlich verkauft werden – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Sie dürfen kein psychoaktives THC enthalten (weniger als 0,2%) , das CBD muss aus EU-zertifiziertem Nutzhanf stammen und die Produkte dürfen nicht mit gesundheitsbezogenen Wirkversprechen beworben werden. Außerdem gilt CBD laut EU-Recht als sogenanntes „neuartiges Lebensmittel“ (Novel Food) – eine offizielle Zulassung gibt es in Deutschland bisher nicht. Viele CBD-Getränke werden dennoch verkauft, bewegen sich dabei aber in einer rechtlichen Grauzone, da die Behörden regional unterschiedlich entscheiden.
Fazit
Das THC Getränk HZE aus den USA zeigt, wohin die Reise gehen könnte: ein entspannter Drink für alle, die lieber auf Alkohol verzichten, aber trotzdem gerne genießen.
In den USA entwickelt sich gerade ein ganz neuer Markt – kreativ, verantwortungsvoll und nah am Alltag der Menschen. Deutschland schaut (noch) zu. Aber mit den richtigen Rahmenbedingungen könnten auch hier bald legale Cannabis-Drinks für neue Genussmomente sorgen.
Ob auf der Couch, beim Grillen oder im Park – manchmal reicht ein leichter Schluck, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
