Der Cannabisanbau in Deutschland wird immer beliebter und wichtiger. Denn Erwachsene dürfen seit der Teillegalisierung bis zu drei Pflanzen zu Hause anbauen, ab dem 1. Juli sollen Anbauvereine eröffnen dürfen und die Rauschklausel soll ebenfalls abgeschafft werden. Die Notwendigkeit, in diesem Bereich weiterzuforschen, wächst, denn Cannabis und dessen Anbau sowie Nutzen sind zweifellos zukunftsweisend. Die Pflanze bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin, im Freizeitgebrauch, in der Industrie und für die Umwelt. Je mehr wir über Cannabis wissen, desto besser können wir sie nutzen. Daher sind Studiengänge zum Thema Cannabis und dessen Anbau inklusive Forschung sinnvoll.
Cannabisanbau im Studium: FH Erfurt bietet erste Kurse in Deutschland an
Studenten der FH Erfurt, die Gartenbau studieren, können künftig in der Züchtung und dem Anbau von Hanf bzw. Cannabis geschult werden und sich zu Fachexpert*innen ausbilden lassen. Die Fachhochschule bietet ab dem kommenden Wintersemester im Bachelorstudiengang „Gärtnerischer Pflanzenbau“ mehrere Module zum Hanfanbau an. Darunter befindet sich auch ein Wahlpflichtfach „Cannabis“, das laut Angaben der Hochschule deutschlandweit das Erste seiner Art ist.
Aktuell gibt es kaum Forschung in Deutschland
Das Interesse an dem Thema und die deutlich spürbare Nachfrage nach der prominenten Pflanze hat die Leiter der FH zu diesem neuen Angebot motiviert. Außerdem interessieren sich Studierende seit einigen Jahren besonders für die medizinische Nutzung der Pflanze. Bisher gibt es jedoch kaum professionelle und wissenschaftliche Forschung in Deutschland, erläuterte Wim Schwerdtner, der Studiengangsleiter der Fachrichtung Gartenbau.
Da die Forschung an THC – haltigem Cannabis in Deutschland genehmigungspflichtig ist, wird an der Schule in Erfurt lediglich Gras ohne THC verwendet. Ob das langfristig Sinn macht, wird sich zeigen.
