Zigarettenhersteller setzen auf Gras
Das Cannabis die Zukunft ist, realisierte auch Altira, der zweitgrößte Tabakkonzern der Welt. Der Marlboro-Hersteller steigt in großem Stil beim kanadischen Cannabis-Produzenten Cronos ein. Dementsprechend will der Tabak-Riese Aktien im Wert von rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) kaufen.
Dadurch ergebe sich ein Anteil von 45 Prozent. Zudem erhalte Altria die Option, für gut eine Milliarde Dollar um etwa 10 Prozent aufzustocken und so mit 55 Prozent die Mehrheit an den Kanadiern zu übernehmen. Diese Nachricht ließ die Aktie von Cronos um über 20 Prozent steigen. „Altria ist der ideale Partner für die Cronos Group, der die nötigen Ressourcen und Expertise bereitstellt, um unser strategisches Wachstum zu beschleunigen“, sagte Cronos-Chef Mike Gorenstein. Altria hieß übrigens bis zum Jahr 2003 Philip Morris.
Das Cannabis Geschäft boomt
Im Jahr 2000 hatte die Tabakindustrie in Deutschland noch 140 Milliarden Zigaretten verkauft. 2016 waren es dann nur noch etwas mehr als halb so viele. Die Zigarettenhersteller brauchen dringend eine gewinnbringende Alternative, da das Rauchen der normalen Zigarette immer unbeliebter wird. Die Menschen leben gesünder und bewusster als noch vor ein paar Jahren, als das Rauchen zum normalen Alltag gehörte. Rauchverbot in Zügen, in Geschäften, in Restaurants und Kneipen sorgen für große Verluste für die Zigarettenhersteller. Und natürlich auch die Entwicklung der E-Zigaretten. Rauchen ja, aber wenn möglich, gesund. Oder zumindest so gesund wie möglich.
Marlboro, also Altira versucht diesem Trend entgegen zu wirken und ist die erste große Tabakindustrie, die sich in den boomenden Cannabis-Markt vorwagt. Sehr schlau, nachdem Uruguay und auch Kanada den Anbau und Verkauf von Marihuana legalisiert hatten und da sich die Geschäfte gut entwickelten, folgten daraufhin Länder wie Luxemburg, Deutschland , Thailand und viele mehr. Auch in den Vereinigten Staaten genehmigen immer mehr Bundesstaaten die Droge zu medizinischen Zwecken oder gleich als Genussmittel. Analysten schätzen, dass die amerikanische Cannabis-Industrie im Jahre 2020 Jahr 11 Milliarden Dollar Umsatz machen wird, der dann bis zum Jahr 2030 bis auf 75 Milliarden Dollar anschwellen könnte.
Der neue Markt- die Marlboro Cannabis Zigaretten
Was bedeutet das für die Industrien und vor allem für die Bevölkerung? Immer mehr Länder auf der ganzen Welt legalisieren Marihuana als Arznei oder sogar als Genussmittel, wie Alkohol oder eine normale Zigarette. Und die oben genannten Umsatzzahlen sprechen für sich. Auf diesen Geldzug möchte natürlich auch Deutschland mit aufspringen. Die Legalisierung von Cannabis kann Steuereinnahmen von rund 4,7 Milliarden Euro pro Jahr einbringen. Das ist richtig viel Geld.
Wird man also zukünftig Cannabis Zigaretten aus einem Zigaretten Automaten ziehen können, wie eine Schachtel Marlboro? Und damit die Steuereinnahmen hoch treiben? Das sind aktuell noch reine Spekulationen, vor allem in Deutschland. Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland für Erwachsene teilweise legal. Nachdem Cannabis 1971 komplett verboten und später als Medikament zugelassen wurde, sind Besitz und Eigenanbau in begrenzten Mengen nun wieder erlaubt. Ein Verkauf in Geschäften oder an Automaten ist aber nicht vorgesehen.
Cannabis Zigaretten sind im Trend
Kaufen kannst du THC-haltige Cannabisprodukte in Deutschland trotzdem nicht, außer als Patient*in auf Rezept. Produkte aus Nutzhanf mit höchstens 0,3 % THC, etwa mit CBD, gibt es dagegen im Handel. Diese Voraussetzung hat sich ein Schweizer Start-up zunutze gemacht, und die erste fertige Cannabis Zigarette auf den Markt gebracht. Enthalten ist in dem fertigen „Joint“ allerdings kein THC sondern reines CBD und somit ist keine berauschende Wirkung gegeben.
Auf diesen Zug springen einige Hersteller und Start Up´s mit auf. Der Markt wird derzeit überflutet von CBD-Produkten die man rauchen und auch anderweitig nutzen kann. Aber speziell für das Rauchen einer Cannabis Zigarette gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann sich mit CBD Blüten zum Beispiel einen Joint drehen oder es gibt, wie erwähnt fertige CBD Joints. CBD kann in flüssiger Form in oder auf die fertigen Zigaretten geträufelt werden oder als Wachsstäbchen in die Zigarette geschoben werden.
Häufig gestellte Fragen
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Der Marlboro-Hersteller Altria, einer der größten Tabakkonzerne der Welt. Er kaufte für rund 1,8 Milliarden Dollar 45 % am kanadischen Cannabis-Produzenten Cronos und sicherte sich die Option, auf 55 % aufzustocken.
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Rauchen wird immer unbeliebter. In Deutschland wurden im Jahr 2000 noch 140 Milliarden Zigaretten verkauft, 2016 nur noch gut die Hälfte. Die Hersteller brauchen deshalb neue Geschäftsfelder.
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Die Aktie von Cronos stieg nach der Nachricht um über 20 %.
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Ja. Ein Schweizer Start-up hat als erstes einen fertigen Joint auf den Markt gebracht, der CBD statt THC enthält. Alternativ kannst du dir mit CBD-Blüten selbst einen drehen.
Quellen und Studien ansehen
FAZ, Vice
