Was bedeutet infused Cooking?
Mit der gewaltigen Cannabiswelle, die gerade über uns hereinbricht, etablieren sich neue Wörter, Geschäftsideen, Ansichten und Gewohnheiten. Zum Beispiel ein Begriff, der sich mit dem derzeitigen Cannabis Lifestyle neu entwickelt hat. Und das ist „infused Cooking“. Der Begriff „infuse“ hat auf Deutsch mehrere Bedeutungen: einflößen, durchziehen lassen, hineingießen usw. Jeder dieser Bedeutungen passt irgendwie auf das Kochen mit Cannabis, denn das ist es, was man bei infused Cooking macht. Man kocht mit Cannabis. Aber nicht um high zu werden, sondern um dem Gericht eine besondere Note zu verleihen.
Was ist das Besondere an infused Cooking?
Das Besondere am infused Cooking ist einerseits, dass man die Blüten der Cannabispflanze als Gewürz benutzt und somit das Essen geschmacklich verfeinert. Und sie bringen dabei, wie andere Kräuter und Gewürze, einige gesunde Nährstoffe mit. Das heißt, durch das infused Cooking wird das Essen feiner und gesünder. Denn die Cannabispflanze hat einige Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel die Terpene, Trichome und die Cannabinoide. Diese haben sehr viele Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Das ist fast wie beim Schnittlauch, dieser beinhaltet auch Vitamine und Mineralstoffe, verleiht dem Essen einen besonderen Geschmack und eine leichte Schärfe.
Wer sich schon mal mit den verschiedenen Cannabissorten auseinandergesetzt hat, der weiß, dass es einige auf dem Markt gibt. Die verschiedenen Sorten können sehr unterschiedlich riechen und schmecken. Diese feinen Geschmacksnoten, nutzen die Infused Cooker, um verschiedenen Gerichten eine besondere Note zu geben und es geschmacklich zu verfeinern. So könnte in Zukunft beispielsweise eine Vanilla Kush Sorte mit einem bestimmten Gericht verbunden werden, wie das Kraut Dill mit Gurke oder Fischgerichten.
Für mich ist das besondere am infused Cooking, dass es unserer geliebten Cannabispflanze noch mal zu einer Image-Verbesserung verhilft. Das Kochen mit Cannabis ist natürlich nichts Neues. Es gibt schon lange Konsument*innen, die aus Cannabis Haschisch Brownies, Butter, Tee´s oder andere Gerichte herstellen. Aber hier soll das Cannabis ganz klar high machen. In diesem Fall will man die Wirkungen von dem THC spüren, dass sich in der Cannabispflanze befindet. Beim Infused Cooking wird aber (derzeit zumindest noch in Deutschland) mit Cannabisblüten gearbeitet, die weniger als 0,2 % THC enthalten und dafür viele andere gesunde Cannabinoide.

Wie funktioniert infused Cooking?
Genau zu dieser Frage habe ich einen Spezialisten interviewt. Nämlich den Sebastian aus Heidelberg. Sebastian ist gelernter Koch und hat bereits sehr viel Erfahrung, auch in der Sterne-Gastronomie. Aber, er hat nicht nur viel Erfahrung mit dem Kochen, sondern auch mit Cannabis und weiß die geschmacklichen und gesundheitlichen Vorteile zu schätzen. Er verwendete verschiedene Sorten für verschiedene Gerichte und bemerkte schnell, wie man diese durch die Cannabis-Note zu einem besonderen Highlight machen kann.
Ob zur Verfeinerung von Soßen, Cheesecake, Kräuterbutter oder der einfachen Gemüsepfanne. Der Fantasie und dem Geschmack sind keine Grenzen gesetzt.
Bevor man aber das Cannabis zum Kochen verwendet, muss es erst decarboxyliert werden, denn nur dann entwickeln die Cannabinoide ihre volle Wirkung. Und nur dann macht das infused Cooking auch Sinn. Sebastian hat eine besondere Art der Decarboxylierung „erfunden“. Denn das Decarboxylieren ist eine zeitaufwendige Geschichte. Wenn man aus Ungeduld zu heiß oder einfach zu lange decarboxyliert, kann man die Inhaltsstoffe von Cannabis zerstören. Diese Art der Decarboxylierung hat er in eine Geschäftsidee umformuliert und verkauft nun seine besonderen Blüten, damit jeder zu Hause einfach damit kochen kann.
Mir hat das Interview und die Vorarbeit dazu sehr viel Spaß gemacht. Sebastian ist leidenschaftlicher Koch und kennt sich mit Cannabis bestens aus. Wir wünschen ihm viel Erfolg auf seinem Weg.
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Häufig gestellte Fragen
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Das englische infuse heißt so viel wie einflößen oder durchziehen lassen. Gemeint ist eine Küche, in der Cannabisblüten wie ein Gewürz eingesetzt werden.
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Die Aromen der verschiedenen Sorten verfeinern Gerichte geschmacklich und bringen wertvolle Inhaltsstoffe mit. Im Vordergrund steht der Genuss und nicht das High, was auch dem Image der Pflanze guttut.
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Zum Beispiel für Soßen, Cheesecake, Kräuterbutter oder eine einfache Gemüsepfanne. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
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Ja, sie müssen erst erhitzt werden, damit die Cannabinoide aktiv werden. Das braucht Zeit: Wer zu heiß oder zu lange erhitzt, verliert wertvolle Wirkstoffe.
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Ein gelernter Koch aus Heidelberg mit Erfahrung in der Sterne-Gastronomie. Er kennt sich bestens mit Cannabis aus und hat eine eigene Methode entwickelt, um die Blüten für die Küche vorzubereiten.
