Mit der Cannabis-Legalisierung in Deutschland 2024 stehen neue Herausforderungen an. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wächst die Sorge, dass der Konsum zunimmt und schwerer kontrollierbar wird. Studien zeigen, dass der Konsum in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen weit verbreitet ist. In diesem Kontext gewinnt die REBOUND 2.0 Evaluationsstudie an Bedeutung, da sie präventiv ansetzt, um negative Auswirkungen des Substanzkonsums zu reduzieren.
Zielgruppe und Relevanz
Das Programm richtet sich speziell an junge Erwachsene, insbesondere Studierende, die sich in sozialen Situationen oft mit Cannabis konfrontiert sehen. REBOUND 2.0 unterstützt diese Zielgruppe dabei, einen risikobewussten Umgang mit der Droge zu entwickeln. Gerade in der Übergangsphase ins Erwachsenenalter – geprägt von Auszug aus dem Elternhaus, Berufseinstieg oder ersten langfristigen Beziehungen – ist das Risiko für Substanzmissbrauch erhöht.
Ko-kreativer Ansatz für nachhaltige Prävention
Im Rahmen eines ko-kreativen Workshops sollen Studierende gemeinsam mit Expertinnen ein Präventionsprogramm gestalten. Dabei werden die Perspektiven und Bedürfnisse junger Menschen berücksichtigt, um gezielt auf ihre Lebensrealitäten einzugehen. Ziel ist es, durch Reflexion und Austausch über den Umgang mit Cannabis und anderen Substanzen, gesundheitliche und soziale Risiken zu minimieren. REBOUND 2.0 fördert so langfristig ein bewussteres Konsumverhalten und stärkt die Resilienz der Teilnehmerinnen.
Aufklärung anstatt Verurteilung
Mit der Legalisierung von Cannabis versprach die Regierung, verstärkt auf Aufklärung und Prävention bei Jugendlichen zu setzen. Doch bislang sind entsprechende Maßnahmen nur in Ansätzen sichtbar. Programme wie REBOUND 2.0 spielen daher eine zentrale Rolle, um junge Erwachsene umfassend über Substanzen und Sucht zu informieren. Um Jugendliche wirksam zu erreichen, ist es wichtig, ihre Motive für den Konsum zu verstehen und gezielt anzusprechen. Gerade in dieser Lebensphase, in der viele ausprobieren und Risiken eingehen wollen, wird der Wunsch nach Rausch besonders deutlich. Gleichzeitig stehen Studierende oft unter immensem Druck, dem sie mitunter durch den Konsum von Substanzen entgegenwirken.
Deshalb ist es entscheidend, auf fundierte Prävention zu setzen, anstatt junge Menschen durch überzogene Vorschriften und Strafen zu kriminalisieren. Aufklärung und Begleitung sind die wirksameren Ansätze, um verantwortungsvolles Verhalten zu fördern.
