In Deutschland sorgt das Wort „Entkriminalisierung“ in Bezug auf Cannabis für zunehmende Frustration in der Community, die bereits seit über zwei Jahren auf eine Legalisierung wartet. Zuletzt sorgte die SPD, mit ihrem überraschendem Veto für weiteren Unmut und Ärger. Und auch die anderen Parteien glänzen nicht gerade mit Tatendrang.
Neue Partei für eine Legalisierung
Die Gründung der neuen Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) bietet möglicherweise eine neue Hoffnung und das obwohl bei der Gründung das Thema Cannabis nicht explizit thematisiert wurde. Angesichts globaler Krisen und innenpolitischer Herausforderungen ist das zwar verständlich, jedoch ist die Legalisierung für Millionen Menschen im Land von großer Bedeutung und sollte daher auch mit gebührender Ernsthaftigkeit betrachtet und behandelt werden.
Nach einer Anfrage äußerte sich Sahra Wagenknecht jedoch zur Cannabisfrage. Sie befürwortet eine kontrollierte Freigabe von Cannabis für Volljährige, da die aktuelle Rechtslage absurd sei und der organisierten Kriminalität Vorschub leiste. Zudem könnte dies die Polizei und Gerichte entlasten. Sie betonte auch die Notwendigkeit besserer Aufklärung über Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit dem Konsum von Cannabis sowie anderen Drogen.
Das Vertrauten in die Regierung schwindet
Trotz positiver Signale bleibt die Skepsis in der Cannabis-Community groß. Das Vertrauen in die Politik hat durch vergangene Entwicklungen gelitten. Die neu gegründete Partei plant ein Programm, das möglicherweise Aufschluss über ihre Haltung zur Legalisierung gibt. Die Community wartet jedoch darauf, dass Taten folgen und die Politik ihre Ernsthaftigkeit unter Beweis stellt – gerade angesichts des täglichen Schweigens und der Verzögerungen bei der Entkriminalisierung.
