Hamburgs Innensenator Andy Grote verfasste einen Brief an die SPD-Bundestagsfraktion, in dem er sich mit fragwürdigen Argumenten gegen die Legalisierung ausspricht.
Organisiertes Verbrechen steht uns bevor
Grote warnte in diesem Brief (wie schon unzählige Personen vor ihm) davor, dass die Legalisierung zu einem Anstieg des organisierten Verbrechens führen würde. Er warnt vor den Fehlern, die in Spanien und den Niederlanden begonnen wurden. Laut Grote hätte eine Legalisierung in den Niederlanden zur Folge, dass sie den „niederländischen Staat heute mit eskalierter Gewalt herausfordert“.
90 Joints im Monat für junge Erwachsene
Des Weiteren kritisiert er die große Menge, die Konsument*innen ab 18 Jahren in den Cannabis-Clubs erhalten können, nämlich 30 Gramm pro Monat. Ein Gramm ergibt etwa drei Joints, und somit hat ein 18-Jähriger monatlichen Zugriff auf 90 Joints. Die Folge daraus sei, dass „überschüssiges“ Cannabis weiterverkauft wird, auch an Minderjährige.
Des Weiteren verweist er auf Studien, die belegen sollen, dass jeder vierte Jugendliche bei einer Legalisierung standardmäßig kiffen würde und jeder fünfte Nicht-Konsum es ausprobieren würde, wenn es dann legal ist: „Diese Zahlen zeigen, dass eine Legalisierung auch unter dem Aspekt eines.“ wirksamen Jugendschutzes kontraproduktiv wäre“.
Grote hat wohl keinen engen Kontakt mit seinen SPD-Kolleg*innen und bedient sich lediglich sehr einseitig an Studien.
