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Koks auf der Wiesn - die Doppelmoral in Bayern ist unglaublich. Ein Mann trägt zwei Maß Bier.
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Koks auf der Wiesn: Doppelmoral bei Drogendelikten

Inhaltsverzeichnis

Mila Grün

Mila Grün Chefredakteurin der cannabib

Das Oktoberfest in München, von Ministerpräsident Markus Söder als „Familienfest“ beschrieben, ist nicht nur ein Ort für Bier und Brezn, sondern auch ein Schauplatz von Drogendelikten, insbesondere im Zusammenhang mit Kokain. Die Polizei verstärkt ihre Kontrollen, doch der letztendliche Umgang mit Drogenvergehen könnte unterschiedlicher nicht sein.

Koks auf der Wiesn- a bisserl geht wohl klar

Ein prominenter Veranstalter sorgte kürzlich für Schlagzeilen, als er auf der Wiesn mit Kokain erwischt wurde. Kurz vor dem Vorfall posierte er noch für ein Foto mit Markus Söder. Trotz des offensichtlichen Drogenfundes entschied sich die Polizei, keinen Drogentest durchzuführen, da der Mann „einen normalen Eindruck“ machte. Der Betroffene selbst gab später an, an diesem Abend stark betrunken und nicht mehr Herr seiner Sinne gewesen zu sein, deswegen habe er das Koks gekauft.

Die Polizisten schreiben eine Anzeige, aber da keine Gefahr von dem Herren ausging, wurde er wieder gehen lassen. Er musste nicht mal die Wiesn verlassen. Söder kommentierte den Vorfall später mit den Worten: „Die Wiesn ist eine drogenfreie Zone.“ Das ist meine Linie und dabei bleibt es.“ Die weiteren Maßnahmen lägen im Verantwortungsbereich der Polizei.

Härteres Vorgehen bei einem Joint

Im Gegensatz dazu erlebte ein 23-jähriger Wiesn-Besucher, der einen Joint anzündete, ein deutlich strengeres Vorgehen. Er konsumierte kein Koks auf der Wiesn, sondern einen Joint. Die Polizei griff schnell ein, führte den jungen Mann angeblich mit Handschellen ab, stellte eine Anzeige aus und der Mann durfte nicht zurück auf das Festgelände. Auch wenn er schließlich gehen durfte, hinterlässt die unterschiedliche Behandlung dieser Fälle offene Fragen. Während Kokainkonsum mit milder Reaktion beantwortet wird, scheint beim Cannabis-Konsum die Toleranzgrenze schnell erreicht, obwohl Cannabis in Deutschland legal ist.

Fazit: Eine drogenfreie Zone mit Doppelmoral!

Söders Aussage, die Wiesen sei eine „drogenfreien Zone“  wird immer lächerlicher. Doch die Praxis zeigt: Während prominente Kokainkonsumenten kaum Konsequenzen fürchten müssen, wird bei anderen Vergehen, wie dem Rauchen eines Joints, hart durchgegriffen und Bier in Massen vernichtet. Diese Ungleichbehandlung wirft Fragen zur konsequenten Durchsetzung der Regeln und Gesetze auf.

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