In Aschheim eröffnete der größte Hanf-Laden Deutschland, der künftig auch als Anbauverein Cannabis anbauen und verkaufen möchte. Doch der Gemeinderat lehnt den geplanten „Chill out Club“ einstimmig ab. Während die „Natur Erlebniswelt – Der etwas andere Bioladen“ seine Türen bereits geöffnet hat und ein großes Sortiment an Hanf Lebensmitteln und weiteren Hanfprodukten bietet, entsteht nur 80 Meter Luftlinie entfernt ein neuer Kinderspielplatz. Dieser Spielplatz könnte tatsächlich den Cannabis Club verhindern, denn laut dem aktuellen Entwurf muss so ein Club mindestens 100 Meter von einem Spielplatz, einem Kindergarten und/oder einer Schule entfernt sein.
Aschheim stellt sich quer
Obwohl der Gemeinderat keine Einwände gegen die „Natur Erlebniswelt“ mit Bioprodukten hat, will er sich gegen den geplanten „Chill out Club“ zur Wehr setzen. Die einstimmige Linie des Gemeinderats besagt, dass alle planerischen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Anbauclub zu verhindern. Seit Januar prüft die Verwaltung alle Möglichkeiten, einschließlich einer möglichen Nutzungsänderung und der Frage, ob der Anbau von Hanf im Gewerbegebiet überhaupt zulässig ist.
Wenzel Cerveny, der Betreiber des „Chill out Clubs“, betont, dass alle gesetzlichen Vorgaben für den Anbauclub erfüllt seien. Sein Plan sieht vor, in drei Räumen Hanfpflanzen anzubauen und monatlich 25 Kilo Blüten zu ernten. Cerveny versichert, dass kein Aschheimer sich vor einer Drogenszene fürchten muss.
