Weiter zum Inhalt
Cannabib
Cannabis Wissen: Anbau, Medizin, Recht & News

cannabib.de - Deine Plattform für Wissen rund um Cannabis!

Deine Plattform rund um Cannabis!

CBD für Tiere: Hunde, Katzen und Pferde im Überblick

CBD für Tiere ist eine natürliche Alternative für andere Medikamente. Hier sieht man einen kleinen Hund, der in die Kamera schaut

Inhaltsverzeichnis

Logo Natural CBD

Jonas NaturalCBD

Unterstütze unsere Arbeit und teile diesen Beitrag

Keyfacts zu CBD für Tiere

  • Hunde, Katzen und Pferde haben wie Menschen ein Endocannabinoidsystem, über das CBD wirken kann.
  • Am besten untersucht ist CBD bei Hunden mit Arthrose, die Studien sind aber klein.
  • Bei Katzen und Pferden gibt es vor allem Daten zur Verträglichkeit, kaum zur Wirkung.
  • CBD-Produkte für Tiere dürfen in Deutschland nicht als Futtermittel mit zugesetztem CBD verkauft werden.
  • Vor der Anwendung sollte immer die Tierärztin oder der Tierarzt einbezogen werden.

CBD für Tiere ist ein wachsender Markt: Öle, Pasten und Leckerlis für Hunde, Katzen und Pferde versprechen mehr Ruhe, weniger Schmerzen und ein besseres Wohlbefinden. Doch was ist davon belegt? Dieser Beitrag gibt einen Überblick über den Forschungsstand für die wichtigsten Tierarten, erklärt die Rechtslage und verweist auf unsere ausführlichen Ratgeber zu CBD-Öl für Hunde und CBD-Öl für Pferde.

Was ist CBD und wie wirkt es bei Tieren?

Cannabidiol (CBD) ist ein Cannabinoid der Hanfpflanze. Anders als THC wirkt es nicht berauschend. Was CBD genau ist und wie es sich von THC unterscheidet, erklärt unser Beitrag zu den Cannabinoiden.

Säugetiere besitzen wie der Mensch ein Endocannabinoidsystem. Es ist an der Regulation von Schmerz, Entzündung, Appetit und Stress beteiligt. Deshalb interessiert sich die Tiermedizin für CBD. Wichtig ist aber: Dass ein Wirkstoff an diesem System ansetzt, heißt noch nicht, dass er bei einer bestimmten Erkrankung hilft. Das müssen Studien zeigen, und von denen gibt es bei Tieren bisher nur wenige.

Wichtig ist auch die Abgrenzung zu THC. THC ist für Hunde und Katzen schon in kleinen Mengen giftig und kann zu Taumeln, Erbrechen und Kreislaufproblemen führen. Produkte für Tiere sollten deshalb möglichst kein THC enthalten. Warum THC für Hunde gefährlich ist, erklärt unser Ratgeber für Hunde.

CBD für Tiere: Blick auf die Studienlage

Eine Übersichtsarbeit zu CBD bei Hunden aus dem Jahr 2023 wertete die bisherigen Studien aus. Am meisten Daten gibt es zu Arthroseschmerzen: Fünf von sieben Studien fanden weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit unter CBD. Bei Epilepsie sank die Zahl der Anfälle in zwei Studien etwas, aber nicht bei allen Hunden deutlich. Zu Angst und Stress sind die Ergebnisse widersprüchlich. Die Nebenwirkungen waren meist mild, am häufigsten stieg ein Leberwert (alkalische Phosphatase) an. Die Autorinnen und Autoren betonen, dass die Studien meist kurz waren, während CBD oft über lange Zeit gegeben wird. (1)

Bei Katzen gibt es vor allem Studien zur Verträglichkeit. In einer kontrollierten Studie vertrugen gesunde Katzen auch hohe CBD-Dosen gut, die Nebenwirkungen waren mild und vorübergehend. Produkte mit THC lösten dagegen häufiger Müdigkeit und Gangunsicherheit aus. Ob CBD bei Katzen gegen Schmerzen oder Stress wirkt, ist damit noch nicht beantwortet. (2)

CBD für Hunde, Katzen und Pferde

CBD für Tiere: Mädchen mit langen blonden Haaren streichelt ihr Pferd
Pferde sind treue Begleiter der Menschen.

Die Tierarten unterscheiden sich im Stoffwechsel, in der Dosierung und in den Risiken. Deshalb lohnt ein getrennter Blick.

CBD für Hunde

Hunde sind die am besten untersuchte Tierart. Die meisten Studien betreffen Arthrose bei älteren Hunden, dazu kommen erste Daten zu Epilepsie und Angst. Welche Studien es gibt, wie dosiert wird und welche Risiken bestehen, erklärt unser Ratgeber CBD-Öl für Hunde.

CBD für Katzen

Katzen verstoffwechseln viele Stoffe anders als Hunde und Menschen und reagieren zum Beispiel empfindlich auf manche ätherischen Öle. Die bisherigen Studien zeigen eine gute Verträglichkeit von CBD, belastbare Daten zur Wirkung fehlen aber. Mehr dazu steht im Beitrag CBD für Hunde und Katzen.

CBD für Pferde

Bei Pferden gibt es nur wenige kleine Studien, vor allem zur Aufnahme und Verträglichkeit. Wer ein Turnierpferd hat, muss außerdem die Dopingregeln beachten. Was Studien zu Einsatz, Dosierung und Grenzen zeigen, fasst unser Ratgeber CBD-Öl für Pferde zusammen.

CBD für Tiere: Was gilt rechtlich?

Hanfsaat, Hanfkuchen oder Hanföl dürfen als Futtermittel verwendet werden, wenn die THC-Grenzen eingehalten sind. Anders sieht es bei CBD aus, das extrahiert, synthetisch hergestellt oder angereichert wurde: Es gilt als Futtermittelzusatzstoff, der derzeit nicht zugelassen ist. Futtermittel mit zugesetztem CBD sind damit nicht verkehrsfähig. (3)

In der Praxis werden viele CBD-Öle für Tiere trotzdem angeboten, oft als Aroma- oder Pflegeprodukt. Eine behördliche Prüfung von Qualität und Dosis gibt es dafür nicht. Tierärztinnen und Tierärzte können in bestimmten Fällen CBD-haltige Arzneimittel einsetzen. Deshalb ist die Tierarztpraxis die richtige erste Anlaufstelle.

Worauf du bei CBD für Tiere achten solltest

  • Sprich die Anwendung vorher mit der Tierärztin oder dem Tierarzt ab, besonders wenn dein Tier Medikamente bekommt.
  • Verwende nur Produkte, die ausdrücklich kein THC enthalten, und gib nie Produkte für Menschen mit THC.
  • Achte auf ein aktuelles Laborzertifikat mit CBD- und THC-Gehalt.
  • Beginne mit einer niedrigen Dosis und beobachte dein Tier genau.
  • Bei Katzen: keine Produkte mit zugesetzten ätherischen Ölen oder Duftstoffen.

Grundlagen zu Anwendung und Dosierung beim Menschen erklärt unser Beitrag zum CBD-Öl. Für Tiere gelten aber eigene Regeln, die Dosis richtet sich nach Tierart und Körpergewicht.

Fazit

CBD für Tiere ist kein Wundermittel, aber auch kein reiner Hype. Bei Hunden mit Arthrose gibt es erste positive Studien, bei Katzen und Pferden vor allem Hinweise auf eine gute Verträglichkeit. Die Studien sind klein und meist kurz. Wer CBD bei seinem Tier ausprobieren möchte, bezieht die Tierarztpraxis ein, achtet auf THC-freie Produkte mit Laborzertifikat und beginnt niedrig. Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgebern zu Hunden, Katzen und Pferden.

Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Gib deinem Tier CBD nur nach Rücksprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt, besonders wenn es krank ist oder Medikamente bekommt.

Häufig gestellte Fragen

  • In Studien vertrugen Hunde und Katzen CBD meist gut, die Nebenwirkungen waren mild. Bei Hunden stieg häufiger ein Leberwert an. Langzeitdaten fehlen. (1) (2)

  • Erste Studien sind positiv: In den meisten Untersuchungen hatten Hunde unter CBD weniger Schmerzen und waren beweglicher. Die Studien sind aber klein. (1)

  • Nur nach Rücksprache mit der Tierarztpraxis und nur mit THC-freien Produkten ohne ätherische Öle. Studien zeigen eine gute Verträglichkeit, zur Wirkung gibt es kaum Daten. (2)

Unterstütze unsere Arbeit und teile diesen Beitrag

Quellen und Studien ansehen

  • L. Leinow und J. Birnbaum (2020): Heilen mit CBD; riva, S.230-238
  • Giacoppo, Sabrina et al. (2017): Target regulation of PI3K/Akt/mTOR pathway by cannabidiol in treatment of experimental multiple sclerosis. Fitoterapia vol. 116: 77-84.
  • Kozela, Ewa et al.  (2011): Cannabidiol inhibits pathogenic T cells, decreases spinal microglial activation and ameliorates multiple sclerosis‐like disease in C57BL/6 mice. British Journal of Pharmacology vol. 163,7: 1507-19
  • Deabold, et al. (2019). Single-Dose Pharmacokinetics and Preliminary Safty ssessment with Use of CBD-Rich Hemp Nutraceutical in Healthy Dogs and Cats. Animals (Basel).
  • Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6826847/

    • Di Cerbo, A. et al. (2017). Functional foods in pet nutrition: Focus on dogs and cats. Veterinary Science. S. 161-166.

    Link: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0034528816303332

Entdecke die Cannabibliothek

Glossar