Keyfacts zum Cannabis Cocktail cannabib Mule:
- Der cannabib Mule ersetzt den Wodka eines klassischen Moscow Mule durch eine exakt dosierte, gebrauchsfertige Cannabis-Tinktur.
- Oral aufgenommen setzt die Wirkung deutlich verzögert ein, meist nach 30 bis 90 Minuten. (1)
- Die Dosierung erfolgt über die Formel gewünschte THC-Menge in mg geteilt durch Konzentration in mg/ml.
- Eine selbst hergestellte THC-Tinktur ist nach § 2 Absatz 2 KCanG verboten, nur die Extraktion von CBD ist ausdrücklich erlaubt. (3)
- Cannabis und größere Mengen Alkohol sollten nicht gleichzeitig konsumiert werden, da sich Risiken gegenseitig verstärken können. (2)
- Der Drink ist ausschließlich für Erwachsene gedacht und sollte klar gekennzeichnet serviert werden.
Lecker Cannabis Cocktail für die sommerliche Hitze
Sommer, Sonne, Hitze, wir sind schon sehr verwöhnt mit dem aktuellen Wetter. Doch manchmal ist es selbst für einen Joint einfach zu warm. Aber auf den Cannabis Konsum möchte im normalfall niemand verzichten. Wie wäre es, statt mit einem Joint, mit einer feinen Erfrischung, die dich trotzdem erhightert? Der cannabib Mule bringt genau das: spritzig, mit einem angenehmen Ingwerkick und einer feinen Süße im Hintergrund, dazu die entspannte Wirkung einer sauber dosierten Cannabis-Tinktur statt des klassischen Wodkas.
Bevor es ans Mixen geht, noch ein wichtiger Punkt: Bei diesem Drink zählt Genauigkeit mehr als Bauchgefühl. Wie viel Tinktur ins Glas gehört und worauf du bei der Herstellung rechtlich achten musst, erklären wir dir Schritt für Schritt.
Der Cannabib Mule. Lecker, erfirschend, infused
Der Cannabib Mule ist unsere Interpretation des Moscow Mule: spritzig, leicht scharf und mit einer dezenten Süße. Statt einer klassischen Portion Wodka wird eine kleine, exakt abgemessene Menge einer gebrauchsfertigen Cannabis-Tinktur verwendet. Weniger Limettensaft verhindert, dass der Drink zu sauer wird, während etwas Zuckersirup die Schärfe des Ginger Beers ausbalanciert.
Zutaten für einen Cannabib Mule
Du brauchst
- Eiswürfel
- 10 ml frisch gepresster Limettensaft
- 5–10 ml Zuckersirup, je nach gewünschter Süße
- 2–3 dünne Gurkenscheiben
- 120–150 ml Ginger Beer
- eine exakt abgemessene Menge Cannabis-Tinktur mit bekanntem THC-Gehalt eine Limettenspalte oder Gurkenscheibe zum Garnieren
Der Zuckersirup gehört bewusst zum Rezept: Mindestens 5 ml nehmen dem Limettensaft und dem Ginger Beer die Spitze. Wer seinen Mule süßer mag, kann die Menge auf etwa 10 ml erhöhen.
Zubereitung des leckeren Cocktails
- Einen Mule-Becher (Kupferbecher) oder ein großes Longdrinkglas vollständig mit Eiswürfeln füllen.
- Die Gurkenscheiben leicht andrücken und in das Glas geben.
- Limettensaft und mindestens 5 ml Zuckersirup hinzufügen.
- Die zuvor exakt abgemessene Cannabis-Tinktur dazugeben.
- Mit Ginger Beer auffüllen und vorsichtig umrühren.
- Mit einer Gurkenscheibe oder Limettenspalte garnieren und direkt servieren.
Cannabib-Tipp: Ein kräftiges, leicht scharfes Ginger Beer harmoniert besonders gut mit dem pflanzlichen Eigengeschmack einer Cannabis-Tinktur. Ist der Drink zu herb, lieber etwas mehr Zuckersirup als zusätzlichen Limettensaft verwenden.
Muss es der Kupferbecher sein?
Traditionell, ja! Denn der Moscow Mule wird traditionell in einem Kupferbecher serviert. Kupfer leitet Kälte besonders gut und hält den Drink dadurch länger frisch, oft bildet sich sogar sichtbar Kondenswasser am Becher. Die Tradition selbst stammt aus den 1940er Jahren in den USA, wo ein Smirnoff-Vertriebler und ein Ginger-Beer-Hersteller den auffälligen Kupferbecher gezielt als Markenzeichen für ihren gemeinsamen Drink einsetzten. Für den cannabib Mule ist ein Kupferbecher aber reine Optik, ein großes Longdrinkglas funktioniert genauso gut.
Die Cannabis-Tinktur richtig dosieren
Die Angabe „einige Tropfen“ klingt zwar unkompliziert, eignet sich aber nicht für eine verlässliche Dosierung. Tropfen können je nach Pipette unterschiedlich groß sein. Außerdem hängt die tatsächlich enthaltene THC-Menge von der Konzentration der Tinktur ab.
Verwende ausschließlich eine Tinktur, deren Wirkstoffgehalt in Milligramm pro Milliliter bekannt ist, und miss sie mit einer geeichten Pipette ab. Achte darauf, dass die verwendete Pipette mindestens in 0,1-ml-Schritten graduiert ist, gröber markierte Pipetten oder Dropper lassen sich bei so kleinen Mengen nicht präzise genug ablesen.
Gewünschte THC-Menge in mg ÷ Konzentration in mg/ml = benötigte Menge in ml
Bei einer Tinktur mit 5 mg THC pro Milliliter würden beispielsweise 0,2 ml einer Menge von 1 mg THC entsprechen. Bei unbekannter Konzentration lässt sich der Cannabib Mule nicht zuverlässig dosieren.
Für den Drink sollte kein zusätzlicher Wodka verwendet werden. Cannabis und größere Mengen Alkohol können sich in ihren unerwünschten Wirkungen gegenseitig verstärken und unter anderem häufiger zu Übelkeit, Schwindel und Kontrollverlust führen. Das Bundesgesundheitsministerium stuft den Mischkonsum psychoaktiver Substanzen als besonders riskant ein.
Sicherer Umgang mit infused Drinks
Getränke mit Cannabis wirken anders als ein Joint oder Vaporizer, und genau das wird häufig unterschätzt. Wird THC über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen, setzt die Wirkung deutlich verzögert ein, meist nach 30 bis 90 Minuten, in Einzelfällen auch später. Grund dafür ist, dass THC beim Trinken zunächst über die Leber verstoffwechselt wird, wobei unter anderem 11-Hydroxy-THC entsteht, ein Abbauprodukt, das ebenfalls psychoaktiv wirkt und die Wirkung zusätzlich verstärken kann. Die Wirkdauer fällt entsprechend länger aus als beim Inhalieren und kann mehrere Stunden anhalten.
Genau diese Verzögerung führt häufig dazu, dass zu früh nachdosiert wird, weil unmittelbar nach dem Trinken scheinbar noch nichts passiert. Wer einen cannabib Mule trinkt, sollte deshalb ausreichend Zeit abwarten, bevor überhaupt über einen weiteren Drink nachgedacht wird, und den Drink in Ruhe schluckweise statt in einem Zug trinken. Auch der Zustand des Magens spielt eine Rolle: Auf leeren Magen kann die Wirkung schneller und intensiver einsetzen als nach einer Mahlzeit.
Wichtig ist zudem eine klare Kennzeichnung des Glases, damit niemand versehentlich einen infused Drink für ein alkoholfreies oder unbedenkliches Getränk hält. Wer zum ersten Mal einen Drink mit Cannabis-Tinktur probiert, sollte das in einer entspannten, sicheren Umgebung tun und abwarten, wie der eigene Körper reagiert, statt sich an der Wirkung anderer zu orientieren.
Häufige Fehler bei der Hestellung von infused Drinks
Wir haben die meisten der Punkte bereits im Rezept erklärt, trotzdem wollen wir sie nochmal zusammengefasst liefern, damit du den cannabib Mule sicher genießen kannst:
- Dosierung nach Gefühl statt nach Formel: „ein paar Tropfen“ ist keine verlässliche Maßeinheit, Tropfengröße und Tinkturkonzentration variieren zu stark.
- Zu grobe Pipette verwenden: Pipetten mit Markierung erst ab 0,25 ml lassen sich bei Kleinstmengen wie 0,2 ml nicht präzise ablesen.
- Zu früh nachdosieren: Da die Wirkung oral erst nach 30 bis 90 Minuten einsetzt, wird oft fälschlich angenommen, die Tinktur wirke nicht.
- Zusätzlichen Alkohol hinzufügen: Das gemeinsame Konsumieren von Cannabis und Alkohol erhöht das Risiko unerwünschter Wirkungen wie Übelkeit oder Kontrollverlust.
- Tinktur mit unbekannter Konzentration verwenden: Ohne Angabe in mg pro ml lässt sich der Drink nicht zuverlässig dosieren.
Checkliste:
- Cannabis-Tinktur mit bekanntem THC-Gehalt in mg pro ml verwenden
- Gewünschte THC-Menge vorab in mg festlegen und passende ml-Menge berechnen
- Geeichte Pipette mit mindestens 0,1-ml-Schritten verwende
- Keinen zusätzlichen Alkohol hinzufügen
- Drink klar kennzeichnen und nicht unbeaufsichtigt stehen lassen
- Nach dem Konsum nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen
Rechtlicher Hinweis zur Herstellung der Tinktur
Nach § 2 Absatz 2 des Konsumcannabisgesetzes ist die Extraktion von Cannabinoiden aus der Cannabispflanze grundsätzlich verboten, das Gesetz nennt nur eng begrenzte Ausnahmen, etwa für die Extraktion von CBD oder für gesetzlich vorgeschriebene Analysen. Eine selbst hergestellte, THC-haltige Tinktur fällt nicht unter diese Ausnahmen. Der enthaltene Alkohol muss ausdrücklich für Lebensmittel beziehungsweise zum Verzehr geeignet und darf nicht vergällt sein. Wir informieren dich über weitere Extraktionsmöglichkeiten.
zusätzlicher Sicherheitshinweis
Der Cannabib Mule ist ausschließlich für Erwachsene bestimmt. Den fertigen Drink klar kennzeichnen, nicht unbeaufsichtigt stehen lassen und vor Dritten unzugänglich aufbewahren. Nach dem Konsum nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und nicht vorschnell nachdosieren. Cannabis kann unter anderem Reaktionsvermögen, Orientierung und Aufmerksamkeit beeinträchtigen.
Hinweis: Dieses Rezept dient ausschließlich der allgemeinen Information, stellt weder eine medizinische noch eine rechtliche Beratung dar und soll auch nicht zum Nachmachen auffordern.
FAQ zu Cannabis Cocktail, dem cannabib Mule
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Nein, jedenfalls nicht durch eigene Extraktion von Cannabinoiden aus Pflanzenmaterial. Nach § 2 Absatz 2 des Konsumcannabisgesetzes ist das grundsätzlich verboten, verwendet werden sollte ausschließlich eine rechtmäßig hergestellte, gebrauchsfertige Tinktur mit bekanntem THC-Gehalt.
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Der Cannabib Mule ist als Frischgetränk gedacht und sollte direkt nach der Zubereitung serviert und getrunken werden, schon allein wegen des schmelzenden Eises und des Ginger Beers, das seine Kohlensäure sonst verliert.
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Nur in sehr geringen Spuren, sofern eine alkoholbasierte Tinktur verwendet wird, diese enthält üblicherweise Alkohol als Trägerstoff, wird aber nur tröpfchenweise dosiert. Wichtig zu wissen: Manche Tinkturen basieren stattdessen auf MCT-Öl oder Glycerin statt Alkohol, solche öligen Tinkturen lösen sich in einem wässrigen Cocktail wie dem Ginger Beer kaum auf und eignen sich für dieses Rezept nicht, hier sollte gezielt eine alkohol- oder wasserlösliche Tinktur gewählt werden.
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Ja, das ist möglich und rechtlich unproblematischer, da die Extraktion von CBD im Gegensatz zu THC ausdrücklich als Ausnahme im Konsumcannabisgesetz erlaubt ist. Die entspannende, psychoaktive Wirkung von THC bleibt dabei allerdings aus.
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Das Getränk selbst ist unproblematisch, allerdings gelten für den enthaltenen Cannabiskonsum dieselben Regeln wie sonst auch: Konsum ist innerhalb von 100 Metern rund um Schulen, Kitas, Spielplätze und Sportstätten verboten, in Fußgängerzonen zudem nur zwischen 20 und 7 Uhr erlaubt. Aber, wer will einem das in einem Getränk nachweisen?
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In der Regel kaum, da nur eine sehr kleine Menge verwendet wird und der pflanzliche Eigengeschmack gut mit dem kräftigen Ginger Beer harmoniert. Bei stärker konzentrierten oder besonders erdig schmeckenden Tinkturen kann ein leichter Nachgeschmack bleiben.
Quellen und Studien ansehen
- (1)Deutsches Ärzteblatt: Arzneimitteltherapiesicherheit, das Interaktionspotenzial der Cannabinoide, https://www.aerzteblatt.de/archiv/arzneimitteltherapiesicherheit-das-interaktionspotenzial-der-cannabinoide-69e7be53-2071-4e38-9aa7-74e3c651e74d
- (2)Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS): Cannabis, Risiken, https://www.dhs.de/suechte/cannabis/risiken/ gesetze-im-internet.de: § 2 Konsumcannabisgesetz (KCanG), https://www.gesetze-im-internet.de/kcang/__2.html
- (3) Bundeszentrale für politische Bildung: Ein Jahr Cannabisgesetz, https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/560832/ein-jahr-cannabisgesetz/
