Im Jahr 2018 führte Kanada die landesweite Legalisierung von Cannabis für den Freizeitgebrauch ein. Dies markierte einen wegweisenden Schritt in der Drogenpolitik und sorgte für intensive Untersuchungen und Studienmaßnahmen. Eine solche Untersuchung, durchgeführt von der McMaster University in Ontario, analysierte den Cannabiskonsum vor und nach der Legalisierung, insbesondere bei jungen Erwachsenen mit erhöhtem Risiko für Substanzmissbrauch.
Studienergebnisse nach einem und nach fünf Jahren Legalisierung
Kanadische Studien zeigen, dass sich der Cannabiskonsum seit der Legalisierung im Jahre 2018 verändert hat. Im ersten Quartal des Jahres 2019 konsumierten fast doppelt so viele Personen wie im Jahr zuvor, also vor der Legalisierung, erstmals Cannabis, hauptsächlich Männer zwischen 45 und 64 Jahren.
Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass der Konsum bei jungen Erwachsenen zurückgegangen ist. Insgesamt nahm der Cannabiskonsum und die damit verbundenen negativen Folgen ab. Das sei auf das „Aging-Out“ zurückzuführen. Ein zu beobachtender Prozess des besagt, dass der Konsum von Drogen mit steigendem Alter abnimmt.
Sowohl dieser Prozess als auch die Studienergebnisse sprechen für eine Legalisierung in Deutschland.
