„Ott“ ist umgangssprachlich und kurz gesagt, ein weiterer Begriff für Cannabis. Ähnlich wie „Bubatz“, der in den sozialen Medien durch die geplante Cannabisreform der Bundesregierung an Popularität gewonnen hat, kommt es aus der Jugendsprache.
Bedeutung. Was ist Ott?
Die Ott Droge ist, anders als häufig angenommen, keine neuartige Droge, sondern meint schlichtweg das altbekannte und beliebte Cannabis. Während dabei meistens Cannabis in Blütenform gemeint ist, fallen aber auch Haschisch oder sogenannte Edibles – Essbare Produkte, die mit Cannabis versetzt sind – unter diesen Begriff.
Warum nicht einfach „Cannabis“ sagen?
Die Gründe warum Menschen den Elefanten im Raum nicht einfach beim Namen nennen sind vielseitig:
Zum einen sind Codewörter wie „Weed“, „Gras“ oder „Pot“ ein einfaches Mittel, um sich ungestört über bestimmte Themen oder bestimmte Verhaltensweisen unterhalten zu können.
Schließlich war Cannabis lange Zeit illegal in Deutschland und obwohl das aktuell nicht mehr so ist, wird sie doch gesellschaftlich nach wie vor stigmatisiert.
Zum anderen war und ist Cannabis auch seit langem ein Teil oder viel mehr ein Einfluss der Musikkultur und findet dadurch auch immer wieder zu neuen Synonymen. Da Musik bekanntlich durch alle soziokulturellen Schichten dringt, ist es wenig verwunderlich, dass sich auch die Synonyme von Marihuana auf der ganzen Welt verbreitet haben.
Ott Herkunft
Der Begriff stammt aus der deutschen Jugendsprache und hat sich in den letzten Jahren vor allem in urbanen Szenen und in sozialen Medien verbreitet. Woher das Wort ursprünglich genau kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird jedoch, dass der Begriff aus der Hip-Hop- und Rapkultur übernommen wurde, in der Cannabis seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Thema ist.
Über Musik, Internetforen und soziale Netzwerke hat sich „Ott“ schließlich immer weiter verbreitet und gehört heute für viele junge Menschen zum alltäglichen Sprachgebrauch. Ähnlich wie andere Begriffe aus der Cannabis-Szene dient auch der Begriff vor allem als lockeres Synonym für konsumierbares Cannabis.
Ott vs Gras vs Weed
Begriffe wie „Ott“, „Gras“ oder „Weed“ werden im Alltag als Synonym verwendet. Gemeint ist in den meisten Fällen, wie bereits beschrieben, einfach Cannabis in Blütenform. Die Unterschiede liegen daher weniger im Produkt selbst, sondern eher in der Sprache und im kulturellen Kontext.
„Gras“ ist im deutschsprachigen Raum einer der ältesten umgangssprachlichen Begriffe für Cannabisblüten. „Weed“ stammt aus dem Englischen und hat sich durch Filme, Musik und das Internet weltweit verbreitet. „Ott“ dagegen ist ein relativ neuer Begriff aus der deutschen Jugendsprache.
Alle drei Wörter beschreiben in der Regel dasselbe: getrocknete Cannabisblüten, die geraucht, verdampft oder weiterverarbeitet werden können.
Achtung, Verwechslungsgefahr
Wer nach der Bedeutung von „Ott“ sucht, stößt bei der Recherche schnell auf eine kleine sprachliche Stolperfalle. Denn „OTT“ steht in einem ganz anderen Kontext auch für „Over-the-top“. Damit sind Inhalte gemeint, die direkt über das Internet verbreitet werden, zum Beispiel Streaming-Dienste, Mediatheken oder Online-Plattformen.
Mit Cannabis hat diese Bedeutung nichts zu tun. Im Alltag entscheidet daher meist der Kontext darüber, was gemeint ist. Spricht jemand über Serien, Filme oder Streaming, geht es vermutlich um digitale Inhalte. Fällt der Begriff dagegen im Park, auf einer Party oder im Freundeskreis, ist ziemlich klar, dass damit schlicht Cannabis gemeint ist.
FAQ
Was bedeutet Ott?
Ott ist ein umgangssprachlicher Begriff aus der Jugendsprache und wird als Synonym für Cannabis verwendet. Meist sind damit Cannabisblüten gemeint, die geraucht oder verdampft werden.
Ist Ott Cannabis?
Ja. Der Begriff beschreibt keine eigene Droge, sondern ist nur ein anderes Wort für Cannabis.
Woher kommt das Wort?
Die genaue Herkunft des Begriffs ist nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, dass es aus der Jugend- und Hip-Hop-Kultur stammt und sich über Musik, soziale Medien und Internetforen verbreitet hat.
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