Bubble Hash ist Haschisch aus Eiswasser. Du rührst Cannabis in eiskaltem Wasser, die Trichome brechen ab und landen in feinen Siebbeuteln. Lösungsmittel brauchst du dafür keine. Hier bekommst du zuerst die komplette Anleitung mit Bubble Bags, Temperatur, Trocknung und Lagerung. Danach erzählt Benno, wie sein erster Versuch mit der Eismaschine gelaufen ist.
Was ist Bubble Hash?
Bubble Hash, auch Ice Water Hash genannt, ist ein Cannabis-Konzentrat aus den Harzdrüsen der Pflanze. Die Trichome enthalten den Großteil der Cannabinoide und Terpene. In eiskaltem Wasser werden sie spröde und lösen sich bei Bewegung von Blüten und Blättern. Pflanzenreste bleiben größtenteils oben, die Harzdrüsen sinken nach unten und werden über Siebe aufgefangen. Der Name kommt vom Bubble Test: Gutes Bubble Hash fängt beim Erhitzen an zu blubbern, weil das Harz schmilzt. Je reiner das Hasch, desto stärker der Effekt. Allein reicht der Test aber nicht als Urteil. Woran du gutes Hasch sonst noch erkennst, steht in unserem Beitrag Wie sieht gutes Hasch aus? Bei Homegrowern ist die Methode beliebt, weil sie Reste sinnvoll verwertet. Kleine Popcorn Buds und Zuckerblätter stecken noch voller Trichome. Mit Eimer, Eis und einem Satz Siebe kommst du schon zu einem hochwertigen Konzentrat, ganz ohne Chemie.
Ice-o-lator: Was ist das?
Ice-o-lator ist ein zweiter Name für dasselbe Verfahren. Mila Jansen, die Erfinderin des Pollinators, stellte ihre Siebbeutel für die Eiswasser-Extraktion 1998 auf dem Cannabis Cup in Amsterdam vor, unter dem Namen Ice-O-Lator (1). Seitdem steht der Begriff für zwei Dinge: für die Beutel selbst und für das Hasch, das damit entsteht. Ice-o-lator Hash und Bubble Hash sind also im Kern das Gleiche. Mehr über die Frau hinter dem Namen liest du im Porträt über Mila Jansen. Nicht verwechseln solltest du den Iceolator mit der Bubble Hash Maschine. Der Ice-o-lator ist ein Satz Siebbeutel, die Arbeit im Eimer machst du von Hand. Die Maschine übernimmt nur das Rühren, filtern musst du trotzdem mit Beuteln. Dazu weiter unten mehr.
Bubble Hash herstellen: die Grundprinzipien
Drei Dinge entscheiden über das Ergebnis: Kälte, Bewegung und Filtration. Das Pflanzenmaterial kommt mit Eis und kaltem Wasser in einen Behälter. Die Kälte macht die Trichome hart, die Bewegung bricht sie ab, und die Siebe trennen sie nach Größe.
Die richtige Temperatur
Das Wasser sollte zwischen 0 und 4 °C liegen. In diesem Bereich sind die Harzdrüsen spröde, das Pflanzenmaterial bleibt aber stabil und zerfällt nicht so schnell. So landet weniger Grünzeug im Hasch. Lass das Material vor dem Rühren einige Minuten im Eiswasser einweichen, damit es komplett durchkühlt. Wer mag, legt Blüten oder Trim vorher ein paar Stunden ins Gefrierfach.
Herstellung mit Bubble Bags

Die klassische Methode arbeitet mit einem Set Bubble Bags. Das sind Filterbeutel aus Nylon mit unterschiedlich feinen Maschen, die du übereinander in einen Eimer hängst. Der feinste Beutel kommt nach unten, der gröbste nach oben. So läuft es ab:
- Bubble Bags in den Eimer einsetzen, feinster Beutel zuerst.
- Eiswürfel, kaltes Wasser und das vorgekühlte Material in einen zweiten Eimer geben.
- 10 bis 15 Minuten sanft rühren. Zu kräftiges Rühren reißt Pflanzenreste ab, die später im Hasch stecken.
- Das Wasser durch die Beutel gießen und die Beutel nacheinander herausheben. In jedem bleibt eine andere Fraktion hängen.
- Das Harz vorsichtig aus jedem Beutel schaben und auf Backpapier oder ein feines Sieb legen.
- Bei Bedarf mit frischem Eiswasser einen zweiten oder dritten Waschgang machen.
Die Methode ist günstig, zuverlässig und du hast jeden Schritt selbst in der Hand. Wie das in echt aussieht, zeigt dir Mila in diesem Reel, in dem sie mit Freunden Bubble Hash herstellt. Ein Standardset mit fünf Sieben bekommst du zum Beispiel hier: jetzt bestellen
Bubble Bags: Siebgrößen im Überblick
Die Micron-Zahl (µm) sagt dir, wie fein ein Beutel ist und was noch hindurchpasst. So trennst du Trichome und Pflanzenreste Schritt für Schritt.
| Siebgröße | Was hängen bleibt | Qualität |
|---|---|---|
| 220 µm | Grobe Pflanzenreste | kaum verwertbar |
| 160 µm | Erste Trichome mit viel Pflanzenmaterial | niedrig |
| 120 µm | Viele brauchbare Trichome | mittel bis gut |
| 90 µm | Gut entwickelte, große Harzdrüsen | sehr gut |
| 73 µm | Besonders reine Trichomköpfe | sehr gut bis Full Melt |
| 45 µm | Kleinere Harzdrüsen | gut, weniger Ausbeute |
| 25 µm | Sehr feine Partikel und Staub | schwankend |
Die besten Fraktionen sammeln sich meist im 73er und 90er Beutel. Das feinste Sieb liefert nicht automatisch die beste Qualität, dort landet auch viel feiner Pflanzenstaub.
Bubble Hash Maschine: automatisch rühren
Eine Bubble Hash Maschine funktioniert im Prinzip wie eine kleine Waschmaschine. Du gibst Material und Eiswasser hinein, ein rotierender Mechanismus übernimmt das Rühren. Danach lässt du das Wasser in einen Eimer mit Bubble Bags ab, wo die eigentliche Filtration passiert. Das spart Arbeit, vor allem bei größeren Mengen, und die Bewegung ist gleichmäßiger. Viele erfahrene Extraktoren bleiben trotzdem bei der Handarbeit, weil sie dort genauer steuern können, wie stark und wie lange gerührt wird. Eine günstige Alternative ist eine Eismaschine für Speiseeis, die kühlt und rührt gleichzeitig. Wie gut das klappt, liest du im Erfahrungsbericht weiter unten.
Das richtige Ausgangsmaterial
Je mehr intakte Trichome im Material stecken, desto besser wird dein Bubble Hash. Frisch geerntete Pflanzen kannst du direkt einfrieren. Bei dieser Fresh Frozen Methode bleiben Terpene und Cannabinoide besonders gut erhalten. Getrocknetes Cannabis funktioniert auch. Viele nehmen Trim oder kleine Blüten, die zum Rauchen weniger hergeben, aber voller Harz sind. Wichtig ist nur, dass alles kalt bleibt. Wenn du beim Trimmen die Zuckerblätter aufhebst, hast du schon den Grundstock für den nächsten Waschgang.
Bubble Hash trocknen
Direkt aus dem Beutel ist Bubble Hash noch eine feuchte Paste. Eine sorgfältige Trocknung ist Pflicht, sonst schimmelt es. Leg das Harz auf Backpapier oder ein feines Sieb. Viele drücken die nasse Masse vorher durch ein Küchensieb oder eine Microplane-Reibe, damit kleine Krümel entstehen, die schneller trocknen. Gut sind etwa 15 bis 20 °C und niedrige Luftfeuchtigkeit. Je nach Menge dauert das mehrere Tage. Erst wenn alles komplett trocken ist, presst oder lagerst du es.
Qualität erkennen und Qualitätsstufen

Mit etwas Erfahrung siehst du die Qualität schon mit bloßem Auge. Hochwertiges Bubble Hash ist hell bis goldfarben und wirkt sauber. Je dunkler, desto mehr Pflanzenmaterial steckt meist drin. Gutes Hasch fühlt sich sandig oder leicht körnig an und lässt sich zwischen den Fingern zerreiben. Ist es klebrig oder matschig, ist oft noch Feuchtigkeit oder Grünzeug drin. Und es riecht intensiv nach der Sorte, aus der es stammt. Bewertet wird oft danach, wie stark das Hasch beim Erhitzen schmilzt. Grob kannst du drei Stufen unterscheiden:
- Niedrig: noch viele Pflanzenreste, eher etwas zum Kochen oder für Edibles.
- Mittel: Mischung aus Trichomen und etwas Pflanzenmaterial, gut zum Verdampfen oder Rauchen.
- Hoch: fast nur Harzköpfe, meist aus dem 73er oder 90er Beutel. Schmilzt es fast rückstandslos, spricht man von Full Melt.
Lagerung und Weiterverarbeitung
Trockenes Bubble Hash kannst du lose lagern oder zu kleinen Platten pressen. Wie das mit Hitze und Druck geht, erklärt unsere Anleitung zum Hasch pressen. Wichtig ist eine luftdichte Aufbewahrung an einem kühlen, dunklen Ort, am besten im Glas oder in einem Silikonbehälter. Mit der Zeit kann sich das Aroma noch verändern, ähnlich wie bei gereiftem Haschisch. Konsumieren kannst du es pur in der Pfeife, im Joint zu den Blüten oder schonend als Haschisch im Vaporizer. Eiswasser ist übrigens nicht der einzige Weg zu reinem Harz. Beim Static Hash trennst du die Trichome trocken mit statischer Aufladung. Einen Überblick über alle Verfahren findest du unter Haschisch herstellen.
7 Tipps für hochwertiges Bubble Hash
- Ausgangsmaterial entscheidet: Je mehr intakte Trichome, desto besser das Ergebnis.
- Sanft rühren: Lieber mehrere kurze Waschgänge als einen zu heftigen.
- Kälte konsequent nutzen: Eis, kaltes Wasser und vorgekühltes Material.
- Siebgrößen bewusst wählen: Die besten Fraktionen liegen meist bei 73 bis 90 µm.
- Genug Platz: Rühren und Sieben in getrennten Eimern macht vieles leichter.
- Sauber arbeiten: Jede Verunreinigung landet am Ende im Hasch.
- Trocknung ernst nehmen: Langsam und gleichmäßig, sonst droht Schimmel.
Erfahrungsbericht: Bubble Hash mit der Eismaschine
Als großer Fan von Haschisch wollte ich mich endlich selbst an Bubble Hash wagen. Es war mein erstes Mal, und ich wollte die Technik lernen, bevor die große Ernte ansteht. Warum die Eismaschine? Ich bin blutiger Anfänger, aber das Ding stand kaum genutzt bei mir herum. Und sie kann genau die zwei Sachen, die du brauchst: kühlen und rühren.
Das Equipment
Bei Amazon habe ich ein Standardset mit fünf Sieben bestellt, Gießkanne und Eimer gab es im Baumarkt. Ich hatte Sorge, dass mein 10-Liter-Eimer zu klein ist, weil die Siebe für 18 Liter gedacht waren. Am Ende hat es überraschend gut gepasst. Das Gras stammte aus meiner ersten Sommerernte, Schnittreste und etwas fertiges Material. Nichts Besonderes, das war mir klar, aber ich war gespannt, was rauskommt.
Der erste Versuch
Zuerst ließ ich die Eismaschine mit reinem Wasser laufen, bis sich kleine Eisschollen zeigten. Das Material muss in eiskaltem Wasser einweichen, sonst lösen sich die Trichome schlecht. Dann kam das Pflanzenmaterial rein und durfte etwa 25 Minuten ruhen. Danach lief die Maschine rund 30 Minuten und rührte alles gleichmäßig durch. Sah vielversprechend aus. Anschließend kippte ich alles in meinen Eimer mit den Sieben.
Ernüchterung beim Sieben
Das Sieben war schwieriger als gedacht. Fünf Siebe in einem kleinen Eimer sind alles andere als bequem, vor allem das Rühren zwischen den Beuteln. Die ersten drei Siebe brachten nichts außer ein paar Verunreinigungen. Frustrierend, aber für einen Testlauf hatte ich nichts Perfektes erwartet. Das letzte Sieb hat mir dann den Abend gerettet. Keine große Menge, aber ich hatte ein kleines Stück Hasch in der Hand.
Optimierungen und weitere Runs
Aufgeben wollte ich nicht, also habe ich zwei weitere Runs gemacht und den Ablauf geändert. Gerührt habe ich jetzt in einem Eimer, gesiebt in einem zweiten. Das war deutlich besser, ich hatte mehr Platz und das Sieben ging viel leichter. Mit Durchgang zwei und drei wurde es ein bisschen besser. Die Qualität war noch nicht da, wo ich hinwill, aber ich hatte ein Produkt, mit dem ich arbeiten konnte. Am Ende kamen aus etwa 10 g Material 0,8 g Bubble Hash raus. Ein vierter Durchgang mit kräftigem Rühren brachte noch etwas, die Qualität hat dabei aber stark gelitten.
Was ich gelernt habe
Die Eismaschine war eine gute Idee. Sie ist praktisch und nimmt dir Arbeit ab. Und nebenbei kannst du damit auch leckeres Cannabis Eis machen. Die größte Baustelle bleibt das Sieben, also das Harz sauber aus den Beuteln zu holen. Da probiere ich noch andere Methoden aus, bis die große Ernte dran ist.
Fazit
Bubble Hash ist eine der saubersten Arten, das Harz der Cannabispflanze zu gewinnen. Eiswasser, sanfte Bewegung und gute Siebe reichen, Lösungsmittel brauchst du keine. Mit einem Satz Bubble Bags kommst du schon mit wenig Aufwand zu gutem Hasch. Für größere Mengen lohnt sich eine Maschine oder eben die Eismaschine aus der Küche. Am Ende zählen gutes Ausgangsmaterial, Geduld beim Rühren und eine sorgfältige Trocknung. Der erste Versuch wird selten perfekt, aber mit jedem Run lernst du dazu. Bis dahin: immer schön highter bleiben 🙂
Häufig gestellte Fragen
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Bubble Hash ist eine Form von Haschisch, die durch die Trennung der Trichome von Cannabis mit Eiswasser und speziellen Sieben hergestellt wird. Dabei werden die Harzdrüsen der Pflanze mechanisch gelöst und anschließend gefiltert.
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Cannabisreste oder Blüten werden in sehr kaltem Wasser mit Eis gerührt. Dadurch lösen sich die Trichome von der Pflanze und sinken nach unten. Anschließend wird die Mischung durch mehrere Siebbeutel gefiltert, die die Harzdrüsen nach Größe trennen.
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Verwendet werden Siebbeutel mit unterschiedlichen Micron-Größen, typisch sind 220, 160, 120, 90, 73, 45 und 25 µm. Sie trennen Pflanzenreste und Trichome Schritt für Schritt voneinander.
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Ideal sind 0 bis 4 °C. Dann werden die Harzdrüsen spröde und lösen sich leichter. Lass das Material vor dem Rühren ein paar Minuten im Eiswasser einweichen.
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Gutes Hasch ist hell bis goldfarben, fühlt sich sandig an und riecht intensiv nach der Sorte. Beim Erhitzen schmilzt es leicht und bildet kleine Bläschen.
Quellen und Studien ansehen
- Leaf Magazine: Cannthropology: The Bubble Hash Backstory
- Mobius Trimmer: What is Bubble Hash?
