Keyfacts zu CANNA Coco
- CANNA Coco ermöglicht eine direkte Kontrolle über die Nährstoffversorgung der Pflanzen
- Die Coco Flex Blocks quellen nach dem Wässern zu einem lockeren und luftigen Substrat auf
- Im Test überzeugte das Setup mit guter Wasseraufnahme und stabiler Struktur
- Pflanzen reagieren auf mineralische Düngung deutlich schneller als in klassischer Erde
- Besonders das Zusammenspiel aus COCO A&B, Rhizotonic und Cannazym wirkte im Alltag durchdacht
- Trotz Kokossubstrat hielt sich der Gießaufwand überraschend gut im Rahmen
- Das CANNA Coco Professional Plus Substrat wirkte hochwertig und direkt einsatzbereit
- Das System eignet sich für ambitionierte Anfänger und erfahrene Grower gleichermaßen
CANNA Coco im Test. Lohnt sich das Kokossubstrat wirklich?
CANNA Coco von CANNA gehört seit Jahren zu den bekanntesten Produkten im Bereich Kokossubstrate für den Homegrow. Trotzdem wollten wir das System selbst testen, in einem echten Grow mit begrenztem Platz, im normalen Alltag, mit typischen Herausforderungen. Genau deshalb haben wir verschiedene Produkte aus der Canna-Coco-Serie kombiniert und über mehrere Wochen im praktischen Einsatz getestet.
Zum Einsatz kamen das klassische CANNA Coco Professional Plus Substrat, die CANNA Coco Flex Blocks sowie das vollständige Düngeschema mit COCO A&B, Rhizotonic, Cannazym, Cannaboost und PK 13/14. Als Genetik wurden zwei Regular Apple Fritter sowie zwei Pineapple Express Pflanzen verwendet. Ziel war es herauszufinden, wie gut sich das komplette Setup im Alltag schlägt, wie unkompliziert ein Grow auf Kokossubstrat wirklich ist und welche Vorteile Cocos gegenüber klassischer Erde bietet.
Bereits beim Unboxing machte das gesamte Setup einen hochwertigen Eindruck. Die Produkte wirkten sauber verarbeitet und klar aufeinander abgestimmt. Besonders gespannt waren wir auf die CANNA Coco Flex Blocks, da diese im trockenen Zustand zunächst recht kompakt und unscheinbar wirken.
Warum überhaupt auf Cocos setzen?
Viele Homegrower starten zunächst mit klassischer Erde. Das ist nachvollziehbar, da Erde relativ fehlertolerant ist und kleinere Fehler oft besser verzeiht. Kokossubstrate funktionieren allerdings etwas anders. Sie enthalten selbst kaum Nährstoffe und ermöglichen dadurch eine deutlich direktere Steuerung der Pflanzenernährung.
Genau das macht CANNA Coco für viele Grower interessant. Die Pflanzen reagieren schneller auf Dünger, entwickeln häufig ein kräftiges Wurzelwerk und wachsen unter guten Bedingungen sehr dynamisch. Gleichzeitig erfordert ein mineralisches Setup aber auch etwas mehr Aufmerksamkeit bei pH-Wert und Nährstoffversorgung.
Für unseren Test war genau dieser Punkt spannend. Wir wollten wissen, ob sich die häufig genannten Vorteile von Cocos im echten Alltag bestätigen, gerade auch in einem kleineren Growzelt.
Unboxing: Der erster Eindruck von CANNA Coco
Wir bekamen ein großes Paket zugeschickt, mit allem, was für den Grow notwendig ist. Zugegeben, man benötigt einiges an Material, aber das Reinlesen in das System und das Kennenlernen der verschiedenen Substrate ist genau das, was unserem cannabib Grower Spaß macht. Einlesen, tüffteln, ausprobieren.
Das zu testende Set-Up aus:
- CANNA Coco Professional Plus
- CANNA Coco Flex
- COCO A&B
- Rhizotonic
- Cannazym
- Cannaboost
- PK 13/14
Das Professional Plus machte direkt einen guten Eindruck. Das Substrat wirkte locker, sauber und bereits gut vorbereitet. Im Vergleich zu manchen günstigen Kokosprodukten musste hier nichts zusätzlich aufbereitet oder gepuffert werden. Interessant waren vor allem die Flex Blocks. Dabei handelt es sich nicht um bereits gefüllte Pflanzbeutel, sondern um kompakte Hartblocks aus gepresstem Kokossubstrat. Diese werden vor der Verwendung mit einer leichten Nährlösung gewässert. Erst dadurch quellen die Blocks auf und entwickeln sich zu einer lockeren, fluffigen Cocosmasse.
Genau dieser Effekt war im Test ziemlich beeindruckend. Aus den kompakten Blocks entstand nach dem Wässern ein luftiges Substrat mit überraschend viel Volumen. Gleichzeitig behielt das Material eine stabile Struktur und wirkte nicht matschig oder verdichtet.
Ein weiterer praktischer Vorteil: Vier Coco-Flex-Einheiten passen nahezu perfekt nebeneinander in unser Growzelt. Gerade bei kleinen Setups ist das tatsächlich sehr angenehm.
Die ersten Tage: Pflanzstart mit den Canna Coco Anzucht-Rootplug
Für die Anzucht haben wir zunächst die kleinen Anzucht-Rootplugs verwendet, bevor die Pflanzen später in die Coco-Flex-Systeme umgesetzt wurden. Auch diese machten direkt einen hochwertigen Eindruck. Das Material wirkte sauber verarbeitet und die Rootplugs nahmen beim Angießen mit leichter Nährlösung schnell Wasser auf.
Besonders positiv fiel auf, dass die Anzucht-Rootplugs viel Feuchtigkeit speichern und trotzdem locker und luftig bleibenm. Gleichzeitig konnten die Wurzeln problemlos durch das Material wachsen, was die weitere Entwicklung der Pflanzen erleichtert hat. In die vorbereiteten Rootplugs kamen jeweils zwei Apple Fritter und zwei Pineapple Express. Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich, dass die Pflanzen das Cocos-Substrat sehr gut annehmen. Die jungen Pflanzen entwickelten sich kräftig und wirkten insgesamt sehr vital.
Auch später im Grow zeigte sich, dass das Cocos-Substrat Wasser gut speichert, ohne dabei stark zu verdichten. Trotz der lockeren Struktur trocknete das Medium nicht extrem schnell aus.
Das war einer der Punkte, die uns tatsächlich überrascht haben. Häufig wird bei Cocos davon gesprochen, dass sehr häufig gegossen werden muss. In unserem Setup hielt sich der Gießaufwand aber durchaus im Rahmen. Selbst nach einigen Wochen Wachstum funktionierte die Wasserspeicherung weiterhin sehr gut. Auch die Struktur blieb stabil. Das Substrat sackte kaum zusammen und blieb schön locker, was vermutlich auch die Wurzelentwicklung positiv beeinflusst hat.
Wechsel auf Canna Coco Flex: Ein überraschend praktisches System
Nachdem die Pflanzen in den Anzucht-Rootplugs ein gutes Wurzelsystem entwickelt hatten, wurden sie in die CANNA Coco Flex Blocks umgesetzt. Dabei handelt es sich um kompakte Hartblocks aus gepresstem Kokossubstrat, die vor der Nutzung zunächst mit einer leichten Nährlösung gewässert werden.
Genau dieser Schritt war im Test ziemlich interessant. Die zunächst harten und platzsparenden Blocks quellen nach dem Wässern stark auf und entwickeln sich zu einer lockeren, fluffigen Cocosmasse. Das funktionierte im Alltag unkompliziert und machte direkt einen durchdachten Eindruck. Besonders positiv fanden wir auch hier die Struktur des Substrats. Trotz der hohen Wasseraufnahme blieb das Material luftig und sackte auch nach mehreren Wochen kaum zusammen. Gleichzeitig speicherten die Coco-Flex-Einheiten erstaunlich lange Feuchtigkeit, wodurch der Gießaufwand, wie bereits oben beschrieben, geringer ausfiel als ursprünglich erwartet.
Gerade in kleineren Growzelten sehen wir außerdem einen echten praktischen Vorteil: Vier Coco-Flex-Einheiten passen nahezu perfekt nebeneinander in unser Setup. Dadurch wird die vorhandene Fläche sehr effizient genutzt. Ein Traum….
Auch die Pflanzenentwicklung überzeugte uns nach dem Umsetzen schnell. Die Apple Fritter und Pineapple Express entwickelten kräftige Triebe, reagierten sehr direkt auf die mineralische Düngung und wirkten insgesamt ausgesprochen vital. Genau hier merkt man die typischen Eigenschaften eines gut funktionierenden Cocos-Systems: schnelle Nährstoffaufnahme, gute Sauerstoffversorgung im Wurzelbereich und ein sehr kontrollierbares Wachstum.
COCO A&B:Direkte Umsetzung der Nährstoffe
Beim Wechsel von Erde auf CANNA Coco fällt schnell auf, wie direkt Pflanzen auf mineralische Dünger reagieren. Genau das zeigte sich auch in unserem Test mit COCO A&B.
Bereits kleinere Anpassungen der Nährstoffmenge machten sich sichtbar bemerkbar. Das Wachstum verlief kräftig, die Pflanzen entwickelten eine stabile Blattfarbe und wirkten insgesamt sehr homogen.
Das Düngeschema selbst war unkomplizierter als erwartet. Solange pH-Wert und EC-Wert halbwegs sauber eingestellt werden, funktioniert das System ziemlich zuverlässig. Gerade die direkte Verfügbarkeit der Nährstoffe sorgt dafür, dass Pflanzen schnell reagieren, sowohl positiv als auch negativ. Dadurch lassen sich Mängel oder Überdosierungen allerdings auch schneller erkennen als bei organischer Erde. Wer sich ein wenig mit mineralischer Düngung beschäftigt, bekommt dafür aber sehr viel Kontrolle über das Wachstum.
Rhizotonic, Cannazym und Cannaboost im Alltag
Zusatzprodukte wirken im Growbereich oft schnell wie reine Marketing-Produkte. Deshalb waren wir gespannt, wie sinnvoll Rhizotonic, Cannazym und Cannaboost im praktischen Einsatz tatsächlich sind. Rhizotonic kam hauptsächlich während der frühen Wachstumsphase und nach Stresssituationen zum Einsatz. Gerade nach dem Umtopfen sowie nach dem Toppen wirkten die Pflanzen relativ schnell wieder stabil.
Cannazym lief während des gesamten Grows mit. Das Substrat blieb locker und unauffällig. Probleme mit Verdichtung oder unangenehmen Gerüchen im Wurzelbereich hatten wir während des Tests nicht. Cannaboost und PK 13/14 wurden später im Grow eingesetzt. Gerade bei mineralischen Systemen merkt man relativ schnell, wie direkt Pflanzen auf Veränderungen reagieren. Deshalb haben wir beide Produkte eher vorsichtig dosiert.
Umtopfen in CANNA Coco Professional Plus
Nach ungefähr einem Monat Wachstum wurden die Pflanzen in größere Töpfe mit CANNA Coco Professional Plus umgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Apple Fritter und Pineapple Express bereits ein kräftiges Wurzelsystem aufgebaut. Das Substrat ließ sich angenehm verarbeiten und blieb weiterhin schön locker. Direkt nach dem Umtopfen wurden die Pflanzen getoppt und trainiert.
Gerade hier zeigte sich ein Vorteil des CANNA-Coco-Systems: Die Pflanzen erholten sich relativ schnell vom Stress und setzten ihr Wachstum zügig fort. Die Seitentriebe entwickelten sich gleichmäßig und insgesamt entstand ein dichter Pflanzenaufbau.
Auch im weiteren Verlauf wirkte das Wachstum sehr kontrollierbar. Die Pflanzen entwickelten sich kräftig und reagierten gut auf Training und Nährstoffanpassungen.
Vorteile von Canna Coco auf einen Blick
Das hat uns bereits jetzt, am Anfang des Grows, überzeugt:
- Gute Wasser- und Sauerstoffversorgung
- Das Substrat speichert Wasser gut und bleibt gleichzeitig locker und luftig.
- Direkte Kontrolle über die Nährstoffe
- Die Pflanzen reagieren schnell auf Anpassungen der Düngung.
- Platzsparendes Coco-Flex-System
- Die Hartblocks sind kompakt und eignen sich gut für kleinere Growzelte.
- Kräftige Pflanzenentwicklung
- Die Pflanzen entwickelten sich im Test sehr vital und homogen.
- Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene
- Mit etwas Einarbeitung funktioniert CANNA Coco auch für ambitionierte Einsteiger gut.
Unser erstes Fazit zu CANNA Coco
Nach mehreren Wochen mit dem kompletten CANNA-Coco-Setup verstehen wir gut, warum viele Homegrower auf Kokossubstrate setzen. Besonders die Kombination aus guter Sauerstoffversorgung, kontrollierbarer Nährstoffgabe und stabiler Wasseraufnahme hat uns überzeugt.Vor allem die Coco Flex Blocks haben im Alltag einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das Prinzip der gepressten Hartblocks funktioniert überraschend gut und spart gleichzeitig Platz im Growzelt.
Auch das Professional Plus Substrat wirkte hochwertig und angenehm zu verarbeiten. Gerade in Kombination mit dem mineralischen Düngeschema entsteht ein sehr kontrollierbares Setup.
Natürlich ist ein Grow auf CANNA Coco etwas technischer als klassischer Erdanbau. Wer sich überhaupt nicht mit pH-Werten oder mineralischer Düngung beschäftigen möchte, fährt mit organischer Erde wahrscheinlich entspannter. Wer dagegen mehr Kontrolle über Wachstum und Nährstoffversorgung möchte, bekommt mit CANNA Coco ein sehr leistungsfähiges System.
Für uns steht nach diesem Test jedenfalls fest, dass wir die Produkte auch in zukünftigen Grows wieder verwenden werden.
FAQ zu CANNA Coco
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Ja, grundsätzlich schon. Anfänger sollten sich allerdings mit pH-Wert und mineralischer Düngung beschäftigen, da Pflanzen direkter reagieren als in Erde.
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Das hängt stark von Temperatur, Pflanzengröße und Topfgröße ab. In unserem Test hielt sich der Gießaufwand trotz Cocos-Substrat überraschend gut im Rahmen.
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Ja. Kokossubstrate enthalten selbst kaum Nährstoffe. Die Versorgung erfolgt deshalb hauptsächlich über die Nährlösung.
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Cocos ermöglicht eine direktere Steuerung der Nährstoffe und oft schnelleres Wachstum. Erde gilt dafür meist als etwas fehlertoleranter.
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Ja. Besonders die Kombination aus Coco Flex und Canna Coco Professional Plus hat uns im Alltag überzeugt.
